Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Ronnenberg Kalihalde: Initiative zeigt Geschlossenheit
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Kalihalde: Initiative zeigt Geschlossenheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:52 27.01.2019
Rund 130 Teilnehmer im Ronnenberger Gemeinschaftshaus demonstrieren ihre Entschlossenheit. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

 Geschlossenheit will die Bürgerinitiative „Bauschuttdeponie – Nein Danke!“ demonstrieren. Ein Treffen im Gemeinschaftshaus Ronnenberg sollte dazu ein Zeichen für die breite Unterstützung der Gegner einer Renaturierung der örtlichen Kalihalde in der Bevölkerung setzen. Gekommen waren rund 130 Frauen und Männer, darunter die Spitzen der im Rat vertretenen Parteien, Bürgermeisterin Stephanie Harms und deren Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler sowie der Vorsitzende des Verbandes Wohneigentum, Reiner Gerke.

Alle Vertreter von Verbänden, Gremien und Verwaltung bekannten sich zu Beginn zu einer Resolution des Stadtrates, die sich gegen ein Vorhaben der Firma Menke Umwelt Service Ronnenberg richtet. Dieses Unternehmen plant, die Kalirückstandshalde zunächst mit Bauschutt zu ummanteln, um sie später zu begrünen.

Einzig Hermann Haller wollte „kein Bekenntnis zu der einen oder anderen Seite“ abgeben. Der Vorsitzende des Realverbandes, der über die Nutzung der Feldwege befindet, verwehrte sich allerdings auch gegen den Vorwurf, sein Verband hätte „schon das Dollarzeichen in den Augen“. Eine Vereinbarung mit der Firma Menke über die Nutzung von Wegen für den Transport des Bauschutts zur Halde gebe es demnach noch nicht.

Auch andere Fragen des Transportweges bergen noch Unsicherheiten für den Antragsteller Menke. Zum Beispiel sei die Idee, die Lastwagen über den Weetzer Kirchweg fahren zu lassen, nicht zu Ende gedacht, erkläre Zehler auf eine Nachfrage aus der Versammlung. Zumindest treffe dies auf die von Menke vorgeschlagene Anbindung an die Bundesstraße 217 zu.

Welcher Schadstoffklasse die Stoffe angehören, die in den Lastwagen transportiert werden sollen, ist vielen Besuchern an diesem Abend indes egal. „Wir haben Lärm, Staub und Verkehr – egal, was da hinkommt, es ist alles eine Belastung“, sagte ein Anwohner. „Wir wollen nicht mit der Firma Menke in eine Diskussion eintreten. Der Berg soll in Ruhe gelassen werden“, bekräftigte deshalb Maik Hartje für den BI-Vorstand.

Den Vorwurf von Menke-Geschäftsführer Stefan Entrup, man habe den falschen Blickwinkel auf das Projekt, wies die BI zurück und bezichtigte Entrup seinerseits nicht mit offenen Karten zu spielen. Es gehe der Firma lediglich darum, einem möglichst großen Profit zu machen, erklärte BI-Sprecher Marc Bierhance.

Jens Williges, Grünen-Fraktionschef im Rat und Verfasser der Resolution, formulierte als Ziel, Menke dazu zu bewegen, auf das Projekt zu verzichten, „noch bevor das Geld für Gutachter ausgegeben wird“. In Aktionen soll dazu gezeigt werden, wie breit der Widerstand in der Ronnenberger Bevölkerung begründet ist. Dazu sollen über die Elternvertreter auch Schulen und Kindergärten sowie weitere Vereine mobilisiert werden. „Es geht um ihre Zukunft“, sagte Bierhance mit Blick auf die Ronnenberger Kinder. Auch eine Demonstration der BI vor dem Menke-Firmensitz in Hannover wurde ins Spiel gebracht.

Gleichzeitig müsse man sich aber auch auf ein potenziell bevorstehendes Planfeststellungsverfahren und möglicherweise erforderliche Klagen vorbereiten. Größeren Handlungsspielraum soll die Umwandlung der BI in einen Verein ermöglichen. „Wir weichen keinen Zentimeter von unserer Haltung ab“, erklärte Hartje kämpferisch.

Von Uwe Kranz

Die Opfer des Feuers der Nacht zu Freitag haben zum Teil alles verloren. Bei der Erstversorgung kommen Helfern und Opfern kurze Wege zu Gute. Bürgermeisterin: „Das war wirklich klasse.“

25.01.2019

Ausgebüxter Vierbeiner verirrt sich auf eine Auffahrt bei Weetzen. Dem Eigentümer gelingt es, das Tier einzufangen, ehe sich ein Unfall ereignen kann. Autofahrer reagieren umsichtig.

25.01.2019

Beim Brand eines Mehrfamilienhauses an der Straße Hagacker haben am Donnerstagabend zwei Bewohner Rauchgasvergiftungen erlitten. Ein Mieter musste in einer Notunterkunft übernachten.

27.01.2019