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Ronnenberg Kita-Mitarbeiter wollen mehr Geld
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Kita-Mitarbeiter wollen mehr Geld
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13:41 29.01.2019
Rund 150 Besucher haben eine bislang nicht dagewesene Kulisse für eine Ausschusssitzung gebildet. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

 Das Interesse war enorm. Mit rund 150 Besuchern waren die dafür vorgesehenen Plätze in der Aula der Marie Curie Schule ausgereizt. Vorausschauend hatte die Verwaltung die Sondersitzung des Bildungsausschusses zuvor noch einmal von der Theodor-Heuss-Schule in den größeren Raum der KGS verlegt. „Das habe ich in einer Ausschusssitzung noch nicht erlebt“, kommentierte Carsten Mauritz diesen Zuspruch. Der parteilose stellvertretende Vorsitzende des Gremiums hatte die Leitung übernommen, da ihn Rüdiger Wilke (SPD) nach schwerer Krankheit darum gebeten hatte.

Das Interesse der meist Eltern und Mitarbeiter von städtischen Kitas im Zuschauerraum konzentrierte sich auf Beratungen zur „Attraktivitätssteigerung der Stellen der pädagogischen Fachkräfte in Kindertagesstätten“. Fachbereichsleiter Torsten Kölle stellte in einem Vortrag die Ursachen einer Überlastung vieler Mitarbeiter vor und nannte mögliche Maßnahmen zur Verbesserung sowie deren Kosten. Den Handlungsbedarf stellte er dabei nicht infrage. „Man muss da was tun“, sagte er, mahnte aber aufgrund der geringen finanziellen Spielräume auch: „Es gilt weise zu wählen.“

16 Stellen in Teil- und Vollzeit sind derzeit in den städtischen Betreuungseinrichtungen nicht besetzt. Die unzureichenden Stellenbesetzungen führten dazu, dass „immer weniger Kräfte immer mehr machen müssen“, stellte Kölle fest. Zudem sollen im Laufe des Jahres zwei weitere Einrichtungen in Betrieb genommen werden. Dazu müssen weitere Mitarbeiter eingestellt werden. „Woher sollen diese Menschen kommen, wenn wir nicht an der Tarifschraube drehen“, stellte Elternvertreter Stefan Pape als Frage in den Raum und erhielt dafür lauten Applaus aus dem Publikum. Was Kinder in den ersten sechs Jahren lernten, schlage sich in ihrem weiteren Leben nieder, ergänze er und betonte damit die Wichtigkeit der Qualität in der Kita-Betreuung.

Ronnenberg fehle es an einem Alleinstellungsmerkmal, dass die Stadt attraktiv für Bewerber mache, stellte Ute Heidutzek fest. Die Personalratsvorsitzende erklärte, dass keine Kommune im Umland über Drittkräfte verfüge. Allerdings habe ein Meinungsbild, das sie sich aus Gesprächen mit Mitarbeitern gebildet habe, ergeben, dass eine höhere Eingruppierung bei den Tarifen favorisiert werde. Auch dafür gab es viel Applaus. Außerdem, so mutmaßte Heidutzek, würden nach einer Höhergruppierung „die Abwanderung aufhören“.

In der Region kann einzig die Stadt Hannover höhere Gehaltsgruppen anbieten, da die Landeshauptstadt nicht Tarifgebunden ist. Die Stadt Ronnenberg hat aber die Tarifbindung. Zudem, so rechnete Kölle vor, würde die Höhergruppierung für Erzieherinnen und Zweitkräfte rund 457.000 Euro jährlich kosten. Je nachdem, ob der Rat sich gegen oder für eine Abschaffung der Geschwisterermäßigung bei den Gebühren entscheidet, könne sein Ressort aber lediglich Maßnahmen für 134.000 beziehungsweise 202.000 Euro jährlich finanzieren.

Letzteres entspricht etwa den Kosten, die eine Erweiterung der Verfügungszeit für jeden Mitarbeiter um drei Stunden mit sich bringen würde. „Das ist vielleicht nicht viel, aber man merkt hoffentlich, dass wir dabei alles herausgeholt haben, was geht“, sagt der Fachbereichsleiter. Alle weitergehenden Maßnahmen müssten über den Haushalt finanziert werden. „Dazu müsste sich die Politik bewegen“, sagte Kölle.

Eine Entscheidung vertagte der Ausschuss zunächst auf die kommende Sitzung am 11. Februar.

Von Uwe Kranz

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