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Ronnenberg Kongress motiviert Anishchenko zur politischen Arbeit
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Kongress motiviert Anishchenko zur politischen Arbeit
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13:47 15.05.2019
Ksenia Anishchenko (17) vertritt die Ronnenberger Jugend bei den JugendPolitikTagen in Berlin. Quelle: Finn Bachmann
Ronnenberg

Die Interessen der Jugend in die Bundespolitik einbringen – das war das Ziel der JugendPolitikTage. Vier Tage lang diskutierten rund 450 junge Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet in Berlin über aktuelle und zukünftige Politik. Die Ergebnisse sollen in die gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung einfließen. So soll der politische Einfluss der nachfolgenden Generation auf die Entscheidungsprozesse verbessert werden.

Für das Jugendparlament Ronnenberg besuchte Ksenia Anishchenko diesen Kongress. Für die 17-jährige Ronnenbergerin standen die vier Tage unter dem Motto „Essen ist politisch“. Die wichtigste Forderung der gleichnamigen Arbeitsgruppe war schnell gefunden: Schwer verkäufliche Lebensmittel sollen Bedürftigen zu Gute kommen und nicht etwa unnötig entsorgt werden.

Forderungen werden auch an die EU gestellt

Nicht nur an die Bundesregierung wurden Forderungen gestellt. „In einem anderen Forum hat man sich zum Beispiel mit den Agrarsubventionen der EU beschäftigt“, berichtet Anishchenko. „Wir würden die Gelder lieber als Anreiz für ökologische Landwirtschaft einsetzen“, sagt sie. Die aktuellen Vergabeschlüssel seien vor allem für konventionelle Betriebe reizvoll.

Kritik ging auch an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), welches zu den JugendPolitikTagen eingeladen hatte. Künftig sollen auf der zugehörigen Website häufiger Inhalte erscheinen, die sich speziell an Jugendliche richten. In diesem Zuge sollen zukünftige Veranstaltungen und Termine besser erkennbar sein. Bisher sei die Informationspolitik sehr träge gelaufen. „Wir müssen auf Events besser aufmerksam machen“, findet Anishchenko.

Als Mitglied der Hannoveraner Ortsgruppe der Fridays-for-Future-Bewegung ist Anishchenko eine der vielfältigen Forderungen besonders wichtig: Für ihren Kohlendixid-Ausstoß sollen Unternehmen künftig bezahlen. Mit einer solchen Kohlendioxid-Steuer will die Nachwuchspolitikerin dem Klimawandel entgegengewirkt werden.

Bundesweites Jugendparlament fällt durch

Klar ist, dass nicht alle Anregungen des Kongresses auch umgesetzt werden. „Die Einführung eines bundesweiten Jugendparlaments wurde leider ausgeschlossen“, sagt Anishchenko. So bleibe es für Minderjährige weiterhin äußerst schwierig, auf die Bundespolitik Einfluss zu nehmen. Ebenso wird die in Berlin formulierte Idee, Jugendparlamente für alle Kommunen zur Pflicht zu erklären, zunächst ein Wunsch bleiben.

Trotz der eingeladenen Fachleute aus Politik und Wissenschaft war das Debattieren nicht immer leicht. „Einige Podiumsdiskussionen waren für uns frustrierend, weil sie nur oberflächlich geführt wurden“, meint die Nachwuchspolitikerin. „Vielleicht haben wir bei manchen Anliegen auch einfach zu groß gedacht“, erklärt sie. Dennoch ist Anishchenko überzeugt von der Sinnhaftigkeit Veranstaltung: „Man trifft einfach viele Gleichgesinnte. Das hat mich motiviert, weiterzumachen“, sagt sie.

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg finden Sie unter haz.de/ronnenberg.

Von Finn Bachmann

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