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Ronnenberg Marklein fordert wortreiches Gedenken
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15:23 08.11.2018
Stilles Gedenken am Denkmal für die jüdischen Ermordeten und Vertriebenen: Peter Hertel (von links), Antje Marklein und Petra Wegner. Quelle: Heidi Rabenhorst
Ronnenberg

 Mit einem Rundgang entlang der ehemaligen Wohnhäusern von fünf deportierten Juden aus Ronnenberg hat der Förderverein Erinnerungsarbeit der Pogrommnacht vor 80 Jahren gedacht. Peter Hertel vom Förderverein berichtete an den Häusern von Julius Philippson, Franz Seligmann, Harry Seligmann, Max Seligmann und Siegfried Seligmann jeweils über das Schicksal der Männer. Der Rundgang mit rund 20 Teilnehmern führte vorbei am heutigen Standesamt über den jüdischen Friedhof bis zum Denkmal für die jüdischen Ermordeten und Vertriebenen am Weingarten.

„Im Verbrechen um den 9. November 1938 wurden Jüdinnen und Juden überall in Deutschland geschlagen, gequält, verhaftet, ermordet. Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürger wurden zerstört – eine keineswegs spontane Aktion, sondern eine von den Nazis, von den Machthabern in Staat und Partei, organisierter, befohlener Akt der Barbarei“, sagte Hertel.

Der vom ältesten Sohn der Großfamilie Seligmann, Feissel Seligmann, Mitte des 19. Jahrhunderts auf einem Zipfel des evangelischen Pfarrgartens angelegte jüdische Friedhof war die vorletzte Station des Rundgangs. Hier legte die Fördervereinsvorsitzende Petra Wegner ein Gesteck nieder und Superintendentin Antje Marklein hielt eine Ansprache.

„Im Jahr 2018 ist das Gedenken dringend geboten, und zwar das wortreiche und laute Gedenken an die Gräueltaten der Nazizeit“, sagte Marklein. So sei im Juni die kalkulierte Provokation des Bundesvorsitzenden der AfD zu hören gewesen, Hitler und die Nazis seien nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte. Diese infame Provokation und Beleidigung aller Opfer von Krieg, Ermordung und Vertreibung, dürfe nicht mit Schweigen beantwortet werden. „Unsere Aufgabe ist es, die kulturelle und religiöse Vielfalt unseres Landes als Schatz zu pflegen“, sagte sie.

Und dazu gehöre an Tagen wie diesen ein öffentliches Gedenken und Aufklären. Der Förderverein Erinnerungsarbeit Ronnenberg habe sich diese Aufgabe in den vergangenen Jahren sehr zu Herzen genommen. „Dafür gebührt Ihnen unser aller Dank, und so muss es fortgeführt werden“, sagte Marklein am Schluss ihrer Rede.

Von Heidi Rabenhorst

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