Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Ronnenberg Nabu-Biotop in Ihme-Roloven lockt viele Tiere und Insekten an
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Nabu-Biotop in Ihme-Roloven lockt viele Tiere und Insekten an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 30.07.2019
Der Kaisermantel fühlt sich in dem Nabu-Biotop sehr wohl. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

 Der Blick auf den dichten Blütenteppich der Oregano-Pflanzen ist beeindruckend. Alles ist in Bewegung. Wer die vielen Bienen unterschiedlicher Arten herumkrabbeln sieht, könnte meinen, dass es ein Bienensterben gar nicht gebe. Hier, auf einem Areal des Naturschutzbundes (Nabu) Ronnenberg ist auf einer Fläche von einem halben Hektar am Rande des Bürgerholzes zwischen Ihme-Roloven und Arnum die Welt allem Anschein nach in Ordnung. „So eine Idylle für die Natur“, schwärmt Manfred Vollmer. „Etwas schöneres gibt es gar nicht.“

Auf der wilden Möhre treffen sich die Streifenwanzen. Quelle: Uwe Kranz

Vor mehreren Jahren hatten die Naturschützer die Fläche mit Unterstützung der Stadt Ronnenberg erworben und seither mit großem Arbeitseinsatz in ein prächtiges Biotop verwandelt. Gemeinsam mit Rainer Tubbe stellt Manfred Vollmer jetzt einen Zwischenstand vor. „Uns macht das Ergebnis Spaß“, fasst Tubbe den Anblick der blühenden Büsche und Wiesen am Waldrand zusammen, in den sich ein kleiner Teich malerisch einschmiegt.

Das Biotop ist eine kleine Welt für sich

Das Biotop ist einen kleine Welt für sich. Wanderer oder Spaziergänger können von einem Waldweg aus, der nördlich im Bürgerholz daran vorbeiführt, die Pracht allenfalls erahnen. „Den einzigen Zugang haben wir aber verbarrikadiert“, stellt Tubbe fest. Die Natur soll hier unter sich bleiben. Viele Schmetterlingsarten wie der Kaisermantel nehmen diese Einladung genauso gerne an, wie eine Vielzahl von Streifenwanzen, die sich derzeit in den noch nicht ganz geöffneten Blüten der wilden Möhre zur Paarung treffen. Über den Fröschen und Bergmolchen im Gewässer kreisen die Libellen. „Rehe und andere Säugetiere kommen hierher zum Trinken“, erzählt Vollmer.

Rainer Tubbe untersucht eine noch geschlossene Blüte einer wilden Möhre. Quelle: Uwe Kranz

Über das Jahr erfindet sich die Ansicht des Teiches immer wieder neu. Erst bestimmen die Blüten der Margeriten das Bild, später leuchten die Lupinen. Derzeit ziehen vor allem die Blüten des Oregano die Bienen in Scharen an. Aber nichts von alledem ist auf natürlichen Weg entstanden. Genau wie den Teich mussten die Nabu-Helfer auch die Wiesen zunächst mit großem Einsatz anlegen. Die Pflege sei nun mit „relativ wenig Aufwand“ zu bewerkstelligen, wie Tubbe sagt. Allerdings muss immer darauf geachtet werden, dass bestimmte Pflanzenarten nicht zu dominant werden, um die Vielfalt nicht wieder aufs Spiel zu setzen.

Hervorragende Zusammenarbeit mit Stadt und Region

Bei allem Eifer können sich die Naturschützer auf die Unterstützung von Stadt und Region Hannover verlassen. „Das läuft hervorragend“, stellt Tubbe fest. Zudem ist die Region mit ihrer Stiftung Kulturlandpflege gleich in der Nachbarschaft aktiv. Gemeinsam mit dem Landvolk wurde dort eine weitere Wildblumenwiese angelegt. Regionsweit nimmt die Stiftung für solche Projekte 300.000 Euro in die Hand. „Hier ist das eine gute Ergänzung zu unserer Arbeit“, stellt Tubbe fest.

Weitere Themen aus Ronnenberg

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg finden Sie unter haz.de/ronnenberg.

Naturschutzbund feiert seine ehrenamtlichen Helfer

– Hortkinder basteln mit Nabu Nistkästen

Von Uwe Kranz

Unerwarteter Erfolg: Die Verwaltung hat mit einem höheren Gehaltsangebot einen zweiten hauptamtlichen Mitarbeiter für das Freibad Empelde gefunden. Die Badezeiten könnten schon am Wochenende wieder verlängert werden.

30.07.2019

Autofahrer sollten an den angekündigten Terminen ihren Tacho besonders im Blick haben. Auch die Polizei nimmt mobile Messungen vor.

30.07.2019

Nach der zweiten Korrektur durch die Baufirma sind die von vielen Nutzern beschriebenen Gefahren auf dem Weg zwischen Kückenmühle und Devese offenbar beseitigt. Der Freizeitradweg war durch zu groben Kies schlecht befahrbar.

29.07.2019