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Ronnenberg Nachbarschaftshilfe und Beratung: Neubau in der Löwenberger Straße ist eröffnet
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Nachbarschaftshilfe und Beratung: Neubau in der Löwenberger Straße ist eröffnet
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14:43 14.11.2019
Die Verantwortlichen von KSG, Politik und Verwaltung durchschneiden symbolisch ein Flatterband zur Eröffnung. Quelle: Uwe Kranz
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Empelde

Noch ist nicht alles perfekt: Kurz bevor die ersten Reden zur offiziellen Eröffnung des Gebäudes an der Löwenberger Straße 22/24 gehalten wurden, räumten Arbeiter Werkzeug und Material vor und im Gebäude zusammen, um Platz für die Feiernden zu machen. Letzte Restarbeiten, vor allem im Außenbereich, sind noch zu erledigen. Das hinderte aber Hunderte Gäste am Mittwochnachmittag nicht daran, auf Einladung der Wohnungsbaugesellschaft KSG Hannover und der Stadtverwaltung Ronnenberg, auf den Neubau anzustoßen.

„Menschen sollen sich sicher fühlen“

„Wir haben heute so viel zu feiern“, stellte Jan Egge Sedelies gleich zu Beginn fest. Der HAZ-Redakteur moderierte die Veranstaltung mit geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, der beteiligten Handwerksbetriebe und zahlreicher Empelder Bürgern wortgewandt. Es seien vor allem die Ronnenberger, für die dieses Fest veranstaltet werde, erklärte Karl Heinz Range, Geschäftsführer der KSG.

Seine Gesellschaft feierte neben der Eröffnung von Quartierstreff und Nachbarschaftscafé im Erdgeschoss des Hauses auch den Abschluss des ersten Bauabschnitts zur umfangreichen Umgestaltung des Quartiers zwischen Löwenberger und Memeler Straße. Dabei sei es wichtig, sich nicht nur um die Steine zu kümmern, sondern auch um die Menschen, sagte Range.

Auch Regionspräsident Hauke Jagau erklärte: „Wir wollen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen.“ Dazu gehört laut Range ein Gefühl der Sicherheit, zu dem die neue Anlaufstelle für die Nachbarschaft beitragen solle. Bürgermeisterin Stephanie Harms eröffnete gleichzeitig das Sozialberatungszentrum nur eine Tür weiter, das mit insgesamt 315.000 Euro vom Land Niedersachsen gefördert werde, wie sie erklärte. In der offenen Anlauf- und Beratungsstelle können Bürger Hilfen im Umgang mit Behörden und Ämtern in Anspruch nehmen.

Überall bilden sich kleine Grüppchen zu Gesprächen

„Fünf – vier – drei – zwei – eins“, zählte Sedelies den Countdown. Dann durchschnitten fünf Scheren symbolisch ein Flatterband, und die Feier begann. Die Clowns Spax und Manoli sorgten für gute Laune und regten die Empelder mit Sänger Leon Braje zu einer gemeinsamen Tanzeinlage an. Der Musiker wiederum pilgerte zwischen den Neugierigen in den eröffneten Räumen umher und unterhielt die Gäste mit seinen Lieder.

Gegen Hunger und Durst wurden kalte und warme Getränke sowie diverse Speisen kostenlos an Ständen und aus Foodtrucks heraus verteilt. Überall bildeten sich – ganz dem Sinn des Quartiertreffs entsprechend – kleine Grüppchen zu Gesprächen. Fotobox, Kinderschminken und Glücksrad waren dicht umlagert. Wer wollte, konnte seine Ideen für Empelde an einer Wand des Nachbarschaftscafés hinterlassen oder dort direkt Kontakt zu Vertretern von Seniorenbeirat und Jugendparlament aufnehmen.

Bei aller Aufbruchstimmung, die die Feiernden verströmten, fehlte allerdings eine Hauptperson. Quartiersmanagerin Anke Sacksteder, die sich im Auftrag des von der KSG initiierten Vereins Wohnen in Nachbarschaft – Win für die Vorbereitung der Veranstaltung maßgeblich ins Zeug gelegt hatte, erlitt kurz vor dem Eröffnungstermin einen Arbeitsunfall und musste die Feier vom heimischen Krankenbett aus verfolgen.

Hunderte Besucher kommen in die Löwenberger Straße 22/24 und feiern mit KSG und Stadtverwaltung.

Ihre Einrichtung macht derweil bereits den nächsten Schritt: Noch bis zum 26. November laufen die sogenannten Nachbarschaftswochen, in denen der Quartierstreff tagsüber dauerhaft ohne feste Öffnungszeiten erreichbar ist. Wer Ideen für den Betrieb hat, bereits Kontakt mit der Nachbarschaft aufnehmen möchte oder einfach nur neugierig ist, ist dort willkommen.

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Von Uwe Kranz

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