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Ronnenberg Schulbauten in Empelde kosten zusammen 36 Millionen Euro
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Schulbauten in Empelde kosten zusammen 36 Millionen Euro
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15:49 15.11.2019
Mit seinem Entwurf hatte das Büro Venneberg, Zech & Partner im vergangenen Jahr den Architektenwettbewerb für den Neubau der Grundschule gewonnen. Quelle: Georg Weber
Empelde

Da kommt einiges auf die Stadt Ronnenberg zu: Während der Ratssitzung am Donnerstagabend hat Bürgermeisterin Stephanie Harms das Ergebnis der Kostenberechnung für die beiden Schulneubauten in Empelde bekanntgegeben. Die Neuerrichtung der Grundschule Auf dem Hagen, die nach Schätzungen bislang mit rund 14 Millionen Euro veranschlagt worden war, soll demnach tatsächlich 21 Millionen Euro kosten. Der Erweiterungsbau der Marie Curie Schule schlägt mit noch einmal 15 Millionen Euro zu Buche.

Spannende Haushaltsberatungen

Diese beiden Millioneninvestitionen nannte Harms später in der Einwohnerfragestunde „erschlagend“. Auf Nachfrage des Empelders Rüdiger Waldeck musste sie einräumen, dass in dieser Kalkulation weder der Umbau der Theodor-Heuss-Grundschule noch der Umzug der Ronnenberger Grundschule oder eine Erweiterung der Regenbogenschule in Weetzen vorkommt. Diese Projekte wie auch Neu- und Umbauten von Feuerwehrhäusern kämen aber in den kommenden Jahren auf die Stadt zu. In den anstehenden Haushaltsberatungen müsse man deshalb beraten, „wie wir mit diesen Defiziten umgehen“, sagte sie.

In diesem Bereich des Schulhofes soll der Erweiterungsbau der Marie Curie Schule für rund 15 Millionen Euro entstehen. Quelle: Uwe Kranz

Die nun kalkulierten Kosten in der Gesamthöhe von 36 Millionen Euro würden in der Haushaltsplanung für die Jahre 2020 bis 2022 „perioden- und sachgerecht“ veranschlagt, erklärte Harms. Der Verwaltungsausschuss hatte demnach die Planungen des Büros Venneberg, Zech & Partner, die auch die konkreten Kostenberechnungen beinhalten Ende Oktober bereits freigegeben, sodass die weiteren Planungs- und Ausführungsschritte erfolgen können. Das Baufeld für die beiden Bauten soll zum Jahresbeginn 2020 frei gemacht werden, damit die Arbeiten beginnen können. Zum Schuljahresstart 2022/2023 soll möglichst in beiden Einrichtungen der Unterricht beginnen.

„Das ist ein Schluck aus der Pulle“

Die Preissteigerung beim Bau der Grundschule sowie die Kosten für den Erweiterungsbau begründen Harms und Kämmerer Frank Schulz zum Teil mit zu erwartenden Preissteigerungen in der Baubranche. In Abhängigkeit der Terminplanung wurden je nach Zeitraum für die Auftragsvergabe beziehungsweise die Abrechnung verschiedene Kostengruppen geplant. Dabei hat das Büro Preissteigerungen zwischen 5,2 bis 9,31 Prozent angenommen. „Das ist schon ein Schluck aus der Pulle“, sagte Harms.

Außerdem seien bei der Berechnung bislang nicht berücksichtigte Punkte wie das Außengelände der Schulen, zusätzliche Brandschutzanforderungen, eine energetische Ausrichtung der Gebäude nach dem sogenannten KfW 55 Standard, weitere Pkw-Stellplätze sowie eine Umgestaltung der Straße Am Sportpark mit einer Absetzzone für Elterntaxis mit einbezogen, rechnete Harms vor. Besonders die Außenanlagen machten sich bei der Kostensteigerung bemerkbar, erklärte Schulz.

Verkehrskonzept für das Schulzentrum ist in Arbeit

Die Absetzzone für Elterntaxis ist Teil eines Verkehrskonzeptes für den gesamten Schulbereich Am Sportpark, das derzeit in Arbeit ist und nach Harms’ Wunsch bis spätestens Anfang 2020 dem Ausschuss für Stadtplanung vorliegen soll.

Für die neuen Investitionen in die beiden Schulgebäude muss die Stadt zusätzliche Darlehen aufnehmen. Auswirkungen auf die Genehmigung der kommenden Haushalte seitens der Kommunalaufsicht erwartet die Bürgermeisterin nicht. Lediglich die Standardgrößen der Räume könnten theoretisch beanstandet werden, sagt sie. Diese seien aber nach ihrer Ansicht bereits mit der Genehmigung des Haushaltes 2019 bereits abgesegnet.

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Von Uwe Kranz

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