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Ronnenberg Wohnhaus muss nach Brand abgerissen werden
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17:27 02.05.2019
Das Mehrfamilienhaus am Hagacker lässt sich nach dem Dachstuhlbrand wegen erheblicher Löschwasserschäden nicht mehr instand setzen. Das Gebäude soll nun abgerissen und durch einem Neubau ersetzt werden. Quelle: Ingo Rodriguez
Ronnenberg

Zu große Schäden, eine Instandsetzung ist nicht mehr möglich: Nach einem Dachstuhlbrand im vergangenen Januar ist das betroffene Mehrfamilienhaus an der Straße Hagacker im Ortskern von Ronnenberg nicht mehr zu retten. Deshalb soll das Gebäude in Kürze vermutlich abgerissen und durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt werden. Das hat jetzt die Ronnenberger Stadtverwaltung mitgeteilt. Demnach sind bei dem Feuerwehreinsatz in der Brandnacht durch das Löschwasser irreparable Schäden entstanden. Der Eigentümer habe den geplanten Abriss bereits behördlich angezeigt. Eine Genehmigung sei dafür nicht erforderlich. Nach Informationen der kommunalen Bauaufsicht soll in Kürze auch ein Antrag für einen Neubau auf dem Grundstück eingereicht werden.

Ermittler schätzen Schaden auf 1 Million Euro

In der Brandnacht im Januar steht der gesamte Dachstuhl in Flammen. Quelle: Christian Elsner

Im Januar war in dem Mehrfamilienhaus nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei in einer Küche im Obergeschoss zunächst ein Topf mit heißem Öl in Brand geraten. Anschließend waren die Küche und der Dachstuhl des Gebäudes in Flammen aufgegangen. Rettungskräfte hatten später zwei Bewohner mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert. Am Tag nach dem Feuer schätzten Brandermittler den entstanden Schaden an dem Gebäude auf rund 1 Million Euro. Zwar waren alle insgesamt neun Bewohner gerettet worden. Weil wegen der Brand- und Löschwasserschäden eine Einsturzgefahr aber nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Bewohner mithilfe des Vermieters und des städtischen Ordnungsamtes in Ersatz- und Notunterkünften einquartiert. Bis heute ist das Haus am Hagacker unbewohnbar.

Große Hilfsbereitschaft nach dem Brand

Das Mehrfamilienhaus am Hagacker lässt sich nach dem Dachstuhlbrand nicht mehr instand setzen. Vom Balkon des Nachbarhauses wurde in der Brandnacht gelöscht. Quelle: Ingo Rodriguez

Nach Angaben des Eigentümers sind inzwischen alle Bewohner gut untergekommen. Den Umständen entsprechend gehe es allen gut, sagt der Hausbesitzer. Das bestätigt die Stadt: Von den neun Bewohnern aus insgesamt sechs Haushalten des unbewohnbaren Hauses seien bereits acht mit neuen Wohnorten umgemeldet. Eine Person wohne derzeit noch bei Angehörigen. Der Eigentümer spricht noch einmal großes Lob für die Hilfsbereitschaft aus den Reihen der Bevölkerung aus. Noch in der Brandnacht hatten zahlreiche Anwohner ihre Hilfe angeboten. Die benachbarte Johanniter-Unfall-Hilfe hatte Kleidungsstücke für die geretteten Bewohner zur Verfügung gestellt. Nach dem Unglück wurden bei Veranstaltungen Spenden für die Geschädigten gesammelt.

Eigentümer bestätigt Abrisspläne noch nicht

Die Pläne für einen Abriss und Neubau will der Eigentümer jedoch nicht bestätigen, solange nicht alles endgültig feststehe. Auch über mögliche Entschädigungen der früheren Mieter und Versicherungsangelegenheiten gibt es seitens des Immobilienbesitzers noch keine Auskünfte. Der von dem Feuer ebenfalls betroffene Besitzer des Nachbarhauses teilt auf Nachfrage Einzelheiten über seine entstandenen Schäden mit. „Auch unser Dach wurde bei dem Brand beschädigt, aber das ist inzwischen instand gesetzt“, sagt Fleischermeister Harald Knigge. Er betreibt am Hagacker ein Geschäft und einen Produktionsbetrieb. In der Brandnacht waren Einsatzkräfte der Feuerwehr durch sein Treppenhaus gelaufen, um über den Balkon einer Wohnung seines Mehrfamilienhauses das Feuer nebenan zu löschen. „Alle Zimmer, die an das Brandhaus grenzen, sind noch unbewohnbar“, sagt Knigge. Die Räume seien inzwischen entkernt und würden saniert. Ein Bewohner sei vorübergehend ausgezogen. Für die Mieter aller acht betroffenen Räume gebe es jeweils Erstattungen. „Zum Glück habe ich eine Gebäudeversicherung“, sagt Knigge.

Besitzer des Nachbarhauses sorgt sich um Statik

Er ist aber in Sorge um sein 1928 erbautes Mehrfamilienhaus, das seit drei Generationen im Familienbesitz ist. Das Nachbarhaus müsse behutsam zurückgebaut werden, betont er. Die Trennwand zwischen den Bauten sei in ein Holzgebälk gemauert und nicht extra verankert. „Wenn das Nachbargebäude schnell abgerissen wird, fehlt die notwendige Außenlast, deshalb müssen beim Abriss nach und nach unsere Wände gesichert werden“, berichtet Knigge.

Von Ingo Rodriguez

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