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Ronnenberg Neue Solarbank an Bushaltestelle lädt Handyakkus auf
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Neue Solarbank an Bushaltestelle lädt Handyakkus auf
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09:01 27.07.2019
Die Bank unterstützt auch kabelloses Aufladen. Quelle: Finn Bachmann
Ronnenberg

Busfahrgäste können ab sofort an der Haltestelle Lange Reihe in Ronnenberg einen besonderen Service nutzen. Die sogenannte Smart Bench dient seit einigen Tagen nicht nur als Sitzgelegenheit. Das neue Sitzmöbel produziert auch mit eingebauten Solarzellen Strom, mit dem Handyakkus aufgeladen werden können – sowohl per USB-Kabel als auch mit dem modernen Wireless-Charging. Mit dieser Technik können einige neuere Smartphones auch kabellos geladen werden.

Solarbank soll die Funktion erneuerbarer Energien verdeutlichen

Am Freitag hat die Klimaschutzagentur der Region Hannover die Bank offiziell an die Stadt Ronnenberg übergeben. Dabei war der Standort lange unklar, berichtete Bürgermeisterin Stephanie Harms. Am Ende war die Wahl aber eindeutig. „Die zentrale Bushaltestelle ist der beste Standort“, sagte sie. Monika Dening-Müller ist als Vertreterin der Klimaschutzagentur bei der Umsetzung des Projekts verantwortlich gewesen. „Wir machen das Angebot allen Kommunen“, sagte sie. Dabei ist ihrer Meinung nach die Signalwirkung der Solarbank am wichtigsten. „Wir möchten zeigen, wie attraktive Lösungen mit erneuerbaren Energien emissionsfrei und energieeffizient funktionieren“, erklärte Dening-Müller. Die Ronnenberger Bank ist bereits die siebte, die die gemeinnützige Klimaschutzagentur errichtet hat. Das sei aber nur ein Teil der Arbeit der Klimaschützer, betonte sie. Auch die Anschaffung von Lastenfahrrädern und sogar eines E-Autos seien bereits unterstützt worden.

„Den Jugendlichen ist die Funktion völlig klar“

Finanziert wurde das Vorhaben teilweise durch die Avacon, die Gesellschafter der Klimaschutzagentur ist. „Man kann auf spielerische Art und Weise auf das Thema erneuerbare Energie aufmerksam machen“, erklärte Frank Glaubitz im Namen des Energieanbieters. Auf eine Anleitung habe man bewusst verzichtet. „Den Jugendlichen ist die Funktion völlig klar“, sagte er. Für ihre Benutzer sei die Bank auch lehrreich. „Das Projekt zeigt die notwendige Wertschätzung von Ressourcen – wenn die Sonne lange nicht scheint, ist die Bank irgendwann leer, dann kann kein Handy mehr geladen werden“, sagte Glaubitz.

Monika Dening-Müller (von links), Astrid Wendt, Frank Glaubitz und Stephanie Harms sitzen auf der smarten Bank. Quelle: Finn Bachmann

Gegen Vandalismus sei die Bank eigentlich recht gut geschützt, meint Glaubitz. Bürgermeisterin Harms appellierte trotzdem an die Bürger: „Wir hoffen, dass sie lange heile bleibt.“ Sie sieht einen ganz praktischen Nutzen: „Die Bank zeigt, wie sich Solarenergie mit Batteriespeicherung im Alltag einsetzen lässt“, sagte sie. Ihr Ziel sei eine rege Nutzung der neuen Anlage. „Es ist ein Angebot, dass nur bestehen kann, wenn es angenommen wird.“

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Von Finn Bachmann

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