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Ronnenberg Tierrettung ist auch skurril
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Tierrettung ist auch skurril
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18:59 30.12.2014
Von Kerstin Siegmund
Außergewöhnliche Tierrettungen: Feuerwehrleute helfen 2003 bei der Bergung einer riesigen Tigerpython. Quelle: Archiv
Empelde

Wenn die Katze im Baum miaut wird oder ein Kaninchen scheinbar hilflos am Wegrand hockt, greifen die Spaziergänger oft zum Telefon und wählen den Feuerwehrnotruf. Die Leitstelle alarmiert dann die zuständige Ortsfeuerwehr, auch wenn die Anlässe für die Einsätze manchmal skurril oder fragwürdig sind - wie die Jagd nach einem am Bein verletzten Marder. „Eine halbe Stunde sind wir dem Tier vergeblich durch mehrere Vorgärten hinterher gerannt“, erinnert sich Ortsbrandmeister Gunnar Scheele.

Er wünscht sich, dass die Bürger genau überlegen, ob sie tatsächlich die Feuerwehr zur Hilfe rufen müssen, wenn sie ein Tier in Gefahr wähnen. Wie im Fall der Ente, die ihre Küken auf einem Supermarktparkplatz ausbrüten wollte. Das Tier sei an die Verhältnisse dort gewöhnt gewesen, meint Scheele. Einige Einsätze erledigten die Feuerwehrleute aus Empelde in diesem Jahr wegen entkräfteter Wildkaninchen. „Die Tiere sind von der Kaninchenpest geschwächt gewesen und hockten entkräftet am Wegesrand. Werden sie beim Spaziergang entdeckt, wird die Feuerwehr zur Hilfe gerufen. Uns bleibt nur, die Tiere einzufangen und zur Hochschule zu bringen“, sagt Scheele. Für Wildtiere sind die Jagdpächter zuständig.

Ronnenbergs Stadtbrandmeister Jörg Tadje lässt keinen Zweifel daran, dass die Feuerwehr auch Tieren helfen muss. „Unser Auftrag lautet: Tiere, Menschen und Sachwerte retten.“ Bei der Tierrettung müsse aber die Verhältnismäßigkeit stimmen. „Ein Wespennest am Kinderzimmerfenster bedeutet eine Gefahr. Also wird es von uns beseitigt. Befindet sich das Nest dagegen im Kirschbaum, muss der Eigentümer selber für Sicherheit sorgen“, erläutert Tadje. Dass sich 95 Prozent der Tiereinsätze in Empelde ereignen, wundert ihn nicht. „Im ländlichen Bereich wissen sich die Leute noch selbst zu helfen, wenn eine Katze überfahren wird.“

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