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Ronnenberg Nabu legt Teiche für Laubfrösche an
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Nabu legt Teiche für Laubfrösche an
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12:43 24.01.2019
Die Nabu-Mitglieder beseitigen die Schäden des Sturmtiefs "Friederike" in Vörie. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
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Vörie

Mit schwerem Gerät sind in diesen Tagen die Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Ronnenberg im Wald bei Vörie aktiv. Sie beseitigen Schäden, die das Sturmtief „Friederike“ im vergangenen Jahr hier hinterlassen hat. Später sollen hier sechs neue Teiche entstehen.

Der Nabu Ronnenberg hat die bis zu 7000 Quadratmeter große Fläche an den Bahngleisen vor sechs Jahren gekauft und die vorhandenen Pappeln teilweise entfernt. Diese Baumart kann bis zu 40 Meter hoch werden. Bei dieser Größe hätten sie während eines Sturmes wie Friederike zu einer Gefahr für den Bahnverkehr werden können. „Damals haben wir rund 12 Prozent der Nadelbäume stehen lassen“, erklärt Rainer Tubbe, Vorsitzender des Nabu Ronnenberg.

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Um den Wald zu einem Mischwald umzugestalten, wurden vor zwei Jahren rund 80 Eichen gepflanzt. Doch als „Friederike“ durch Niedersachsen zog, verschonte das Tief auch das Calenberger Land nicht. „Der Wald wurde sehr starkt beschädigt“, sagt der Tubbe. Seit mehreren Wochen sind die Nabu-Mitglieder deshalb damit beschäftigt, die entstandenen Schäden zu beseitigen. Um die Tierwelt zu schonen, wurden die Arbeiten in den Winter gelegt. „Besonders für die nistenden Vögel wäre es ein zu starker Eingriff gewesen“, betont Tubbe.

Der erste Teich wurde vor zwei Jahren angelegt und ist inzwischen fast fünf Meter breit. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

17 freiwillige Helfer beschäftigen sich damit, die Bäume zu zerkleinern und die Fläche als Biotop für Laubfrösche aufzubereiten. Bei dem Sturm waren nämlich auch sechs große Wurzelballen aus der Erde gerissen worden. Die dabei entstandenen Erdlöcher sollen Teiche werden. Ein erstes Biotop dieser Art mit rund fünf Metern Durchmesser ist bereits vor zwei Jahren entstanden. „An diesem feuchten Standort werden die Teiche eher flach, und damit sind sie perfekt für Amphibien wie Laubfrösche“, sagt Tubbe. Das Holz der Bäume soll indes auf der Fläche liegen bleiben, um Kriechtieren und Käfern einen Lebensraum in dem viele Arten die dafür notwendigen Voraussetzungen finden. Nach Tubbes Auffassung kann das Projekt „Biotope für Laubfrösche“ in diesem Frühjahr abgeschlossen werden.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig