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Seelze CDU will Stadtbahn nach Velber verlängern
Aus der Region Region Hannover Seelze CDU will Stadtbahn nach Velber verlängern
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16:45 25.06.2018
Jens Willms (links) und Gerold Papsch setzen sich für eine Verlängerung der Stadtbahn bis zum Abzweig nach Velber ein (links im Bild). Quelle: Thomas Tschörner
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Velber

Die CDU-Fraktion fordert die Verlängerung der Stadtbahnlinie 10 bis zum Englischen Friedhof im Norden Velbers. An der Hasselfeldstraße soll zudem ein Park & Ride-Parkplatz gebaut werden. Die Verwaltung soll ein Konzept für die Stadtbahnverlängerung ausarbeiten und dem Rat vorstellen, regen die Christdemokraten in einem Antrag an, über den die politischen Gremien noch beraten müssen. Dazu soll die Stadt mit dem Ziel einer gemeinsamen Planung und Umsetzung des Projektes Kontakt mit Stadt und Region Hannover sowie dem Verkehrsunternehmen Üstra aufnehmen. Wenn der Rat dem Antrag zustimmt, soll die Verwaltung bis Ende November über den Sachstand informieren.

„Wir haben die Hoffnung, dass das langfristig was werden kann“, sagte Gerold Papsch, CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Seelzes erster stellvertretender Bürgermeister. An sich spräche nichts gegen eine Verlängerung der im benachbarten Ahlem endenden Stadtbahnlinie, die nur einige hundert Meter vom Englischen Friedhof entfernt sei. Die Idee habe es bereits vor 25 Jahren gegeben. CDU-Fraktionschef Jens Willms sieht in der Stadtbahnverlängerung eine Chance, den Straßenverkehr im westlichen Bereich zu entlasten. „An fast allen Straßenverkehrswegen nach und aus Hannover liegt eine Überlastung vor“, sagt Willms. Diese Tendenz werde sich in den nächsten Jahrzehnten noch weiter verstärken. Mit der Stadtbahnverlängerung könnte diesem Trend entgegen gewirkt werden. Gleichzeitig würde sich auch der Verkehr in Seelze verringern, hofft Willms.

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Auf eine genaue Trassenführung wollen sich Papsch und Willms noch nicht festlegen. Das Gelände des englischen Militärfriedhofs reicht fast bis an die Harenberger Meile. Würden die Schienen auf der Nordseite der Straße verlaufen sollen, müsste der Friedhof einige Quadratmeter abgeben. Bei einem südlichen Verlauf müsste die Bahn allerdings in Ahlem die Straße überqueren. „Das müssen die Experten entscheiden, die sehen müssen, was verkehrstechnisch am besten umsetzbar ist“, sagt Willms. Nicht zuletzt ginge es dabei um die Sicherheit. Möglicherweise müsse auch eine Ampel eingerichtet werden. Notwendig sei auf jeden Fall ein neuer Standort für Park & Ride, der am Abzweig der Hasselfeldstraße von der Harenberger Meile angelegt werden müsste. Die Stadtbahnverlängerung sei wirtschaftlich lohnend, sind Papsch und Willms überzeugt. Wenn Seelze besser an Hannover angebunden würde, erhöhe sich die Attraktivität der Stadt. Damit bekäme die Obentrautstadt einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Regionsgemeinden, werben die Christdemokraten in der Antragsbegründung für ihren Vorstoß.

Von Thomas Tschörner