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Seelze Extratouren fürs Müllsammeln
Aus der Region Region Hannover Seelze Extratouren fürs Müllsammeln
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07:28 22.12.2014
Greifen, was immer an Unrat zu greifen ist: Die Mitarbeiter des Betriebshofs, Jörg Pfeiffer (links) und Hans-Jürgen Wieczorek, säubern ein Beet entlang der Hannoverschen Straße.  Quelle: Treeske Hönemann
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Seelze

Zigarettenschachteln, Brötchentüten, Kaffeebecher, Flaschen, Bauschutt: Betriebshofleiter Peter Knigge dokumentiert, was seine Mitarbeiter Hans-Jürgen Wieczorek und Jörg Pfeiffer bei ihren Touren alles aufsammeln. Die beiden Männer ziehen montags den ganzen Tag und freitags bis mittags los und werden schnell fündig: entlang der Hannoverschen Straße in Seelze und der Lange-Feld-Straße in Letter. Im Schnitt 15 bis 20 Müllsäcke werfen sie bei jeder Tour auf ihren Wagen. Drei Säcke mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern füllen sie mit dem, was sie mit der Greifzange aus Rabatten und Grüninseln herausziehen sowie von Wiesen aufklauben.

Es gibt Stellen, da entdeckt das Team immer wieder Restmüllsäcke. Bürger haben sie herausgestellt - vermutlich in der Hoffnung, dass sie schon irgendjemand mitnimmt. Was ja letztendlich auch passiert. „Die Touren lohnen sich auf jeden Fall und machen sich auch bezahlt. Es sieht hinterher sauber aus, das freut die Anlieger“, sagt Knigge.

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Der Modellversuch der Stadt wurde im Mai gestartet. Es hatte Beschwerden von Geschäftsleuten und Anwohnern gegeben. Aber auch 2015 werden sich Hans Jürgen Wieczorek und Jörg Pfeiffer wieder entlang der Hauptstraßen in den beiden Stadtteilen auf den Weg machen.

„Die Menge, die wir aufsammeln, ist ja schließlich auch nicht weniger geworden“, sagt Wieczorek. Die Stadt lädt sich das Aufräumen schon ein bisschen was kosten: 20.000 Euro sind für ein Jahr für den Service kalkuliert. Bürgermeister Detlef Schallhorn findet, dass das gut angelegtes Geld ist. „Es gibt Bürger, die legen sich jetzt Beete um die Baumscheiben herum an.“

Von Treeske Hönemann

Sandra Schütte 21.12.2014
Sandra Schütte 20.12.2014