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Seelze Keine Strommasten, weniger Schulden
Aus der Region Region Hannover Seelze Keine Strommasten, weniger Schulden
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18:18 23.12.2014
Zentraler Ort inmitten der Stadt: Auf das Rathaus in Seelze richten die Bürger ihr Augenmerk, aber eben nicht nur. Quelle: Treeske Hönemann
Seelze

Was wünschen sich die Bürger für ihre Stadt Seelze? Wolfgang Tiemann musste da gar nicht überlegen. „Dass Seelze von den riesengroßen Strommasten des Netzbetreibers Tennet verschont bleibt. Dafür sollten die Politiker alles tun“, sagt der Maler aus Kirchwehren. „Unser schönes Calenberger Land sollte nicht zerschnitten werden.“ Als Künstler wünscht er sich noch, das die Kultur vielfältig bleibt.

Was man aus dem Alten Krug inmitten der Stadt alles machen könnte, weiß Jessika Zimmermann genau. „Im Weinkeller Essig und Öl anbieten und hübsche Dinge wie Servietten und Tischdecken. Nebenan wäre ein italienisches Restaurant schön und oben eine Nähstube mit Freizeitangeboten wie Filzen“, träumt die Sprecherin von der SG Letter 05. Dass es dafür Investoren braucht, ist Zimmermann klar. „Es dürfen gern drei Investoren sein.“ Die Letteranerin plädiert für mehr Beteiligung der Jugendlichen an Entscheidungen des Stadtrats. „Braucht Seelze wirklich Ganztagsschulen? Die Mehrzahl der Schüler will das nicht“, glaubt Zimmermann.

Eine Stadt, die ohne große Schulen über die Runden kommt, wünscht sich Ursula Schneider. „Wir wäre es, wenn die Leute, die ein bisschen mehr im Portemonnaie haben, spenden für Veranstaltungen für Ältere und Familien“, fragt die Seniorin der SPD Lohnde. Und gibt die Antwort vor. „Es wäre schön. Und die Stadt müsste dafür kein Geld mehr ausgeben.“ Gerade Ältere sollten mehr in den Fokus rücken. Wer eine schmale Rente habe sei froh, eingeladen zu werden.

Auch Anastasia Sinyakow fällt schnell ein Wunsch für ihre neue Heimatstadt ein. „Der Wert der Familie sollte mehr geschätzt werden. Es sollte mehr Projekte geben, damit sich viele Menschen wohl und behütet in Seelze fühlen“, sagt die Preisträgerin des Seelzer Dialogs und gebürtige Russin. Ganz viele Wünsche hat sogar Sylvia Böhme. Ein tolerantes Miteinander aller Bürger und dass Menschen mit Handicap so angenommen werden, wie sie sind, gehört dazu. „Niemand sollte als Störenfried in der Welt der Gesunden betrachtet werden, nur weil er behindert ist“, sagt die Behindertenbeauftragte der Stadt Seelze. Er könne für sich die gleichen Rechte und dieselbe Lebensqualität einfordern. „Außerdem wünsche ich mir, dass Flüchtlinge einen sicheren Platz zum Leben finden in unserer Mitte“, fügt Böhme noch hinzu.

Nach dem Beschluss des Kirchenvorstandes der St.-Michael-Gemeinde, das Bodelschwingh-Haus samt Grundstück zu verkaufen, gibt es nun doch eine öffentliche Gemeindeversammlung. Am 7. Januar können sich die Letteraner ab 19.30 Uhr im großen Saal über den Stand der Dinge informieren.

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