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Seelze Warum für Komponist Schäfer Velber so wichtig ist
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00:15 16.11.2017
Jan-Marco Schäfer kommt gern auf einen Besuch nach Seelze und Velber. Quelle: Heike Baake
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Seelze

Jan-Marco Schäfer ist ein kleines bisschen so etwas wie das Wunderkind aus Velber. Hier wuchs der 23-jährige Musiker auf, hier saß er zum ersten Mal am Klavier. Mittlerweile wohnt er in Hannover und studiert im siebten Semester Deutsch und Musik auf Lehramt. Die Jazzmusik ist Schäfers Spezialgebiet, er spielt sie auf der Bühne, komponiert eigene Stücke. Doch er kommt auch immer wieder gerne in die Heimat zurück.

Orgel ist erster Kontakt mit Musik

Der erste Kontakt mit der Musik reiche lange zurück, erinnert sich der junge Musiker. Als Kleinkind kam er regelmäßig sonntags mit Instrumenten, Tönen und Gesang in Berührung - denn sein Vater spielte die Kirchenorgel. Schäfers Mutter kümmerte sich um die musikalische Früherziehung und sorgte dafür, dass ihr Sohn bereits im Alter von vier Jahren Blöckflötenunterricht bekam. Parallel dazu trat Schäfer im Kindergartenalter in einen Chor in Hannover ein und kam später zum Knabenchor. Schon im Alter von elf Jahren reiste er mit dem Knabenchor nach Chile und Kuba. "Die Begegnungen mit anderen Musikern und das Kennenlernen der anderen Kulturen war eindrucksvoll", erinnert er sich.

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Von der Geige zum Klavier

Als Grundschüler fing Schäfer an, Geige zu spielen. Er war der einzige Junge in der Gruppe und saß schon damals im Unterrichtsraum lieber am Klavier. Nach mehreren Jahren klassischem Klavierunterricht, habe er dann den Jazz entdeckt. "Die Klänge haben mich fasziniert. Hier ist die Improvisation sehr wichtig, im Gegensatz zum Klavierspielen nach Noten", erklärt Schäfer. Mit "Jazz nach Neun" gab er mit dem Jan-Marco-Schäfer-Trio im September sein erstes Konzert in Velber. Dort im Gemeindehaus, wo er vor vielen Jahren in seiner Kindheit das erste Mal am Klavier saß, begeisterte das Trio die Konzertbesucher.

Die Idee zu dem Konzert kam durch die Ansammlung eigener Kompositionen. "Das Konzert war super. Viele Bekannte aus Velber waren da und natürlich gute Freunde, meine Familie und ehemalige Lehrer", freut sich Schäfer. Sicherlich sind auch einige Nachbarn gekommen, die sich früher schon am Klavierspielen bei geöffnetem Kinderzimmerfenster erfreut hätten. An den Applaus von damals aus Nachbars Garten erinnert sich Schäfer gern. Zu dieser Zeit gab er auch Kindern aus der Nachbarschaft Klavierunterricht.

Konzerte in der Heimat

"Ich sehe mich auch später als Lehrer. Das passt einfach zu mir. Als Musiklehrer einen Job zu finden, ist nicht so schwer", sagt der Musiker. Heute gibt er neben dem Studium Kindern und auch Erwachsenen Klavierunterricht. Gerne will Schäfer auch selber auf der Bühne stehen - in Velber zum Beispiel. Der 23-Jährige träumt von regelmäßigen Konzerten in der Heimat. Dann könnten Freunde, Familie und Bekannte sich bei "Jazz nach Neun" wieder treffen.

Jan-Marco Schäfer bei seinem Besuch in Seelze. Quelle: Heike Baake

Von Heike Baake

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