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Seelze Letters Kinderteller feiert das erste Jahrzehnt
Aus der Region Region Hannover Seelze Letters Kinderteller feiert das erste Jahrzehnt
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14:39 14.07.2019
Kaffeeklatsch zum zehnjährigen Bestehen von Letters Kinderteller: Macher und Förderer treffen sich im Roncalli-Haus. Quelle: Patricia Chadde
Letter

Seit zehn Jahren stehen jeden Montag Köchinnen und Lebensmittel parat, um Letters Grundschülern eine leckere Mahlzeit zu bereiten. „Herzlichen Glückwunsch, Willi und Regina“, sagt Projektinitiatorin Maria Elisabeth Ringhoff zu den beiden Organisatorinnen Wiltraud Potrawa und Regina Behnsen. „Ihr habt bis jetzt Sorge für dieses Vorhaben getragen.“ Die sechs- bis zehnjährigen Schüler freuen sich auf die frisch gekochte Mahlzeit, das Gemeinschaftserlebnis und die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen – Hausaufgabenhilfe inklusive. Pralle Aktenordner, gefüllt mit Bildern, Briefen und Artikeln spiegeln die Wertschätzung, die den Macherinnen entgegen gebracht wird, wider.

Spaß am Ehrenamt dank mitreißender Organisatorinnen

Das erste Jahrzehnt des Kindertellers Letter feiern die „Sorgerinnen“ und Förderer in fröhlicher Runde. Behnsen und Potrawa haben jede Menge Kuchen und Torten gebacken, die beweisen: Sie können nicht nur organisieren und kochen, sondern auch hervorragend backen. Aber vor allem sind sie erstklassige Motivatorinnen. „Wer ist denn seit Anfang an dabei?“, fragt Maria Elisabeth Ringhoff in die Runde und freut sich über das gute Drittel der Anwesenden, die aufstehen. Ein zweites Mal erhebt sich die Geburtstagsgesellschaft, um Maria Elisabeth Ringhoff und den fehlenden Volkmar Arnold als Mitbegründer der Aktion Kinderteller mit stehenden Ovationen zu würdigen – Blumenstrauß inklusive.

Kochen wird zu Seelzes „Stärke vor Ort“

Mit 34 Frauen und Männern startete das Mikroprojekt „Einfach kochen – gesund und günstig“ im Jahr 2009. „Stärken vor Ort“: Das war das Motto der Stadt Seelze, die dafür Geld vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und eine Förderung durch den Europäischen Sozialfonds erhielt. Inzwischen hat sich der Kinderteller unter dem Dach der Malteser verselbstständigen können. Nicht allein bedürftige Kinder machen mit, sondern alle, die mögen und dürfen. „Die Oma eines Kindes, das zu den ersten Teilnehmern gehörte, ist inzwischen selbst als Köchin mit von der Partie“, sagt Regina Behnsen und freut sich über die positive Resonanz über alle Generationen hinweg.

Wie die Zeit vergeht: als Kind war Nele Fotomodell des Kinderteller-Flyers. Bei der Feier anlässlich des zehnjährigen Bestehens schenkt sie Kaffee aus. Quelle: Patricia Chadde

Nach Erntedank wird alles geschnippelt

„Die Lebensmittelspenden von Seelzes ökumenischem Erntedankgottesdienst gehen traditionell an den Kinderteller“, berichtet Wiltraud Potrawa. Am Montag nach dem Festgottesdienst stehen dann fünf Helfer mit Messer, Schneidbrettchen und Vakuumiergerät parat, um das gespendete Gemüse tiefkühlfertig zu schnippeln. „Im Laufe des Jahres verbrauchen wir alle Zutaten für unsere Suppen oder Gemüsebeilagen“, erläutert Wiltraud Potrawa, die auch einen klitzekleinen pädagogischen Auftrag verfolgt. „Ich halte es für wichtig, immer mal wieder neue Gerichte anzubieten und auch außergewöhnliche Gemüsesorten zu servieren, damit die Kinder die Vielfalt kennenlernen.“

Ein „Danke“ wärmt das Herz

Zum Bestehen spenden verlässliche Förderer wie Ruth und Jürgen Biskup Süßigkeiten für die Ehrenamtlichen. Auch die Kinder zeigen ihre Wertschätzung. „Wenn sie uns sagen: ,Das war lecker’ oder nur ,Danke’, dann wärmt das unser Herz“, berichtet Regina Behnsen.

Malte unterstützt seine Oma Regina Behnsen gerne bei der Geburtstagsfeier zum zehnjährigen Bestehen des Kindertellers und kümmert sich um das Geschirr der Gäste. Quelle: Patricia Chadde

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Von Patricia Chadde

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