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Seelze CDU kämpft weiter gegen Abfallbetrieb
Aus der Region Region Hannover Seelze CDU kämpft weiter gegen Abfallbetrieb
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15:31 26.11.2018
Die Rampe ist fertig: Wann die Arbeiten für den Abfallbetrieb fortgesetzt werden, ist noch unklar. Quelle: Thomas Tschörner
Lohnde

Die CDU Lohnde will weiter in Sachen Abfallbetrieb mit den Bürgern im Gespräch bleiben, sagt der Vorsitzende Jörg Mahnke. Gleichzeitig fordert er eine sachliche Analyse und kritisiert die örtliche SPD-Abteilung scharf. Hintergrund ist die Genehmigung des umstrittenen Abfallbebriebes westlich der Hafenstraße durch das Gewerbeaufsichtsamt Hannover. Die Unterlagen liegen vom 6. bis 19. Dezember im Bürgerbüro des Rathauses aus. Bürgermeister Detlef Schallhorn hatte aber bereits deutlich gemacht, dass Einwände Substanz haben und beispielsweise Fehler im Genehmigungsverfahren oder vom Betrieb ausgehende Gefahren deutlich müssten.

„Der Abfallbetrieb in Lohnde ist genehmigt, allerdings mit Auflagen“, erklärte Mahnke. Diese seien noch nicht bekannt. Ab dem 6. Dezember fange dann die vierwöchige Frist an, in dem Bürger ihren Widerspruch einlegen können. „Das ist kein guter Tag für Lohnde“, sagte Lohndes CDU-Vorsitzender. Er appelliere aber an alle Beteiligten, jetzt nicht kopflos zu werden „Wir werden die Unterlagen unverzüglich prüfen und kurzfristig das Ergebnis den Lohndern, einschließlich etwaiger Widerspruchsmöglichkeiten auf einer Veranstaltung vorstellen“.

Vollkommen unverständlich sei für ihn die Reaktion der Lohnder SPD. Die Sozialdemokraten hatten am Freitag auf die Genehmigung des Mineralstoffbetriebes reagiert und angekündigt, etwas unternehmen zu wollen. Dabei hatte die SPD der CDU Lohnde und auch der Bürgerinitiative (BI) Untätigkeit vorgeworfen: Denn CDU und BI hätten im Vorfeld Gespräche zu einer gemeinsamen Aktion gegen den Betrieb ausgeschlagen. Diese Kritik lässt Mahnke nicht gelten und wirft der SPD seinerseit puren Aktionismus und Populismus vor. Denn nach wie vor seien die detaillierten Ergebnisse und die Auflagen nicht bekannt, so dass es für die Lohner derzeit noch keine Ansatzmöglichkeiten gebe. „Hier geht es, wie so oft bei der SPD Lohnde, um reinen Machterhalt und pure Parteipolitik.“ Jahrelang habe die SPD Lohnde dieses Thema vernachlässigt, unterschätzt und regelrecht verpennt, greift Mahnke die Sozialdemokraten an. Ortsbürgermeister Wilfried Nickel, der zugleich Seelzes erster stellvertretender Bürgermeister war und ist, sei trotz dieses herausragenden Amtes bei seiner Stadtratsfraktion kläglich gescheitert. Denn auch die SPD Fraktion habe mehrheitlich für die Ansiedlung des Betriebes gestimmt. Die CDU Lohnde werde nun das Thema, wie bisher auch, sachlich und fachlich analysieren und dann mit den Lohnder Bürgern in den Dialog treten, sagte Mahnke. „An parteipolitischen Scharmützeln der SPD Lohnde werden wir uns nicht weiter beteiligen.“ Denn dies sei nicht im Interesse der Lohnder.

Viele Lohnder sehen geplanten Betrieb mit Sorge

Westlich der Hafenstraße will die Hafen Seelze GmbH zwischen Mittellandkanal und Bahnlinie eine Anlage zur Behandlung, Lagerung und zum Umschlag von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen errichten. Der sogenannte Mineralstoffbetrieb soll jeweils maximal 80 000 Tonnen gefährliche und nicht gefährliche Abfälle im Jahr behandeln können, wobei die Gesamtleistung auf 120 000 Tonnen pro Jahr begrenzt sein soll. Das Unternehmen will maximal 5000 Tonnen an gefährlichen Abfällen lagern, bei nicht gefährlichen Abfällen und Naturbaustoffen ist ein Limit von 35 000 Tonnen vorgesehen. Die Fläche umfasst rund 7,7 Hektar, von denen 5,5 Hektar für den Abfallbetrieb genutzt werden sollen. Gegen das Vorhaben protestieren viele Lohnder: Neben Lärm, Staub und zusätzlichen Verkehr befürchten Kritiker, dass auf dem Gelände auch gesundheitsgefährliche Stoffe verarbeitet und gelagert werden könnten.

Von Thomas Tschörner

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