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Seelze Grundschüler in den Ferien als Forscher aktiv
Aus der Region Region Hannover Seelze Grundschüler in den Ferien als Forscher aktiv
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12:04 12.04.2019
Diana Führus begleitet die Umsiedlung der Urzeitkrebse in die Schale . Quelle: Patricia Chadde
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Seelze

Die Osterferien-Betreuung in der Regenbogen-Schule lässt die Herzen junger Forscher höher schlagen. Seit Beginn dieser Woche sind 25 abenteuerlustige Grundschüler in der ehemaligen Hausmeisterwohnung und auf dem Freigelände auf Entdeckungsreise. Die Kinder haben bereits Knetseife und Schleim hergestellt. Am Donnerstag wurden Fossilien ausgegraben und Kristalle gezüchtet. Doch zu den Höhepunkten zählt die Erforschung der Salzkrebse. „Es ist total aufregend, wie aus kleinen Eiern lebendige Krebse schlüpfen“, berichtet die neunjährige Cassandra. Unter der Lupe kann sie außerdem erkennen, dass sich die Urzeittiere schlenkernd fortbewegen. Mit der sorgfältig abgewogenen Menge Salz wurde das Leitungswasser entsprechend präpariert, damit sich die Tiere wohl fühlen. Auch eine erste Messerspitze mit Futter haben die Salzkrebse schon erhalten.

Die aktuelle Ferienbetreuung wird wieder von dem Team der Stiftung Help geleitet, das auch die Ganztagsbetreuung während der Schulzeit stellt. Die Stadt Seelze hat die gemeinnützige Stiftung Help (Human Environment Life-Protection, etwa: Menschliche Umgebung, Lebensschutz) mit der Betreuung des Ganztagsgrundschulbetriebs in der Brüder-Grimm-Schule in Letter und der Regenbogenschule in Seelze betraut. „Es ist von großem Vorteil, dass uns die Kinder bereits kennen und wir sie auch", erklärt Betreuerin Lena Hahn in der Regenbogenschule. So ist Diana Führus schon im vierten Jahr als Teammitglied dabei und weiß, was die Grundschüler besonders spannend finden. So trifft die Ausgrabungsaktion im Sandkasten den Nerv des Nachwuchses, fordert aber auch das Durchhaltevermögen. Denn so leicht wird es den Kindern nicht gemacht. Nach 30 Minuten haben die jungen Forscher erst vier von 18 Fossilien gefunden. „So ähnlich ergeht es Archäologen auch“, erklärt Betreuerin Silke Blinzler. Deshalb gräbt Gabriella (7) unverdrossen weiter, während Noah (7) schon voller Stolz sein erstes Fundstück bereits mit dem Pinsel vom Sand befreit.

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Das Team der Stiftung Help bietet in Seelze pro Jahr sechs Wochen Ferienbetreuung für Grundschüler an. Neben einer Woche in den Osterferien und drei Wochen in den Sommerferien werden auch zwei Betreuungswochen während der Herbstferien jeweils von 8 bis 16.30 Uhr angeboten. „Wir frühstücken jeden morgen gemeinsam, aber das Mittagessen buchen die Eltern selbst“, sagt Hahn. Neben dem Forschen werden aber auch Papageimuffins gebacken und Bilder gemalt. Am Freitag ging es dann ins Landesmuseum, wo fleißig weitergeforscht werden konnte. Schließlich lockten auch da Aquarien und Grabungsschätze. In jedem Fall ist das Forscherleben „viel besser als Schule“, wie der sechsjährige Jannik findet.

Auch in Letters Brüder-Grimm-Schule wurde die Osterferien-Betreuung von der Stiftung Help angeboten. In Letter lautet das Motto für 14 Kinder „Vorhang auf und Bühne frei“, sagte Sonja Könecke von der Ganztagsleitung. Dazu gehörte unter anderem ein Besuch des Klecks Theaters, Kinderschminken und der Entwicklung eines improvisierten Theaterstücks mit dem Titel „Das magische Wunder“. Die Kinder druckten zudem Osterpostkarten und suchten Ostereier. Aber auch Bewegung kam nicht zu kurz: Die Jungen und Mädchen hatten viel Spaß auf Marienwerders Waldspielplatz und konnten sich über den Besuch des Tennisvereins Letter freuen. Ein Höhepunkt war die Abschlussdisco, bei der am Freitag auch die Eltern dabei sein durften.

Von Luca Wiggers und Patricia Chadde

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