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Seelze Hundekot-App kommt bei Nachbarn gut an
Aus der Region Region Hannover Seelze Hundekot-App kommt bei Nachbarn gut an
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16:48 30.01.2019
Lars Konen hat die App programmiert, die Hundekot in Seelze-Süd anzeigt. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Lars Konen ist mit der Resonanz auf die von ihm entwickelte App zufrieden, die Hundekot in Seelze-Süd sichtbar machen soll. Weil er und seine Familie unter der schieren Anzahl der Hinterlassenschaften der Vierbeiner gelitten hatte, griff Konen zu einer ungewöhnlichen Methode: Er programmierte eine App, die die Haufen auf dem Smartphone sichtbar macht. Die meisten Leute hätten positiv reagiert, es gab eine Rückmeldung der Stadtverwaltung und auch der Ortsrat Seelze wolle das Thema aufgreifen, sagt Konen.

Nachbarn hätten seine Initiative sehr positiv aufgefasst. „Auch andere Leute haben mich angesprochen, die App gefällt ihnen sehr gut.“ Die App „PooPicker“ lässt sich kostenlos auf dem Google Play Store herunterladen. Sie übermittelt die Koordinaten und ein eingegebenes Datum des Nutzers, um Hundehaufen auf einer Landkarte als roten Punkt sichtbar zu machen. Die virtuellen Hundehaufen werden nach etwa vier Wochen wieder aus der Tabelle gelöscht. So soll eine besondere Häufung angezeigt werden. Konen räumt ein, dass dies mangels der Genauigkeit des GPS der meisten Handys nicht hundertprozentig genau sei. Im Schnitt gebe es eine Abweichung von zwei bis vier Metern. Auf jeden Fall sei das System aber genau genug, um den Nutzer vorzuwarnen. Die Idee zu der Aktion war dem studierten Bodenkundler gekommen, weil sein dreijähriger Sohn mit dem Fahrrad in einen Hundehaufen gestürzt war. Nach Spaziergängen musste zudem auch der Kinderwagen des jüngsten Sprösslings der Familie immer wieder gereinigt werden musste. Weil in dem Neubaugebiet neben jungen Familien mit Kindern auch viele Hunde lebten, gebe es auch viele Hundehaufen. Denn nicht jeder Hundehalter sei einsichtig und sammele den Kot auf.

Von der Stadt hat der 38-Jährige ein lobendes Schreiben erhalten. Die Hoffnung ist, dass sich der eine oder andere Verursacher vielleicht zu einer Verhaltensänderung bewegen lässt und die Hinterlassenschaft seines Hundes aufsammelt. Auch Kontrollen durch den Ordnungsdienst in besonders problematischen Bereichen werden angekündigt. Den Rat, bezüglich der Aufstellung weiterer Mülleimer und Tütenspendern, Kontakt zum Ortsrat aufzunehmen, hat Konen bereits befolgt. Ortsbürgermeister Alfred Blume habe ihm zugesagt, das Problem in einer Ortsratssitzung zu thematisieren. Besonders die Aufstellung eines Tütenspenders könne die Vielzahl der Hundehaufen reduzieren helfen ist Konen überzeugt. „Vielleicht würde auch eine eigens ausgewiesene Hundewiese helfen“, sagt er. Dann hätten die Tiere einen bestimmten Bereich, der dann von Spaziergängern gemieden werden könnte.

Von Thomas Tschörner

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