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Seelze Linken-Chef Meyer setzt auf mehr Kontakt zu den Bürgern
Aus der Region Region Hannover Seelze Linken-Chef Meyer setzt auf mehr Kontakt zu den Bürgern
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12:00 13.04.2019
Fußgängerzone statt Betondecke für Raser: André Meyer wünscht sich bei Sanierung der Hannoverschen Straße mehr Weitsicht. Quelle: Thomas Tschörner (Archiv)
Seelze

André Meyer, Chef der Partei Die Linke in Seelze, ist sich sicher: „In der Stadtpolitik läuft gerade einiges schief.“ Dass sich gegen die Bebauung des Bürgermeister-Röber-Platzes in Letter, gegen den Abfallbetrieb in Lohnde und gegen die Stromtrasse Südlink Bürgerinitiativen bilden würden, seien für ihn eindeutige Zeichen dafür, dass viele Entscheidung gegen den Willen der Seelzer getroffen würden. Deshalb will Meyer wieder verstärkt auf die Bürger zugehen. „Statt öffentliche Sitzungen als Plattform für die eigene Selbstdarstellung zu nutzen, will ich denjenigen zuhören, für die ich Politik mache.“ Seit 2016 sitzt Meyer im Stadtrat, gemeinsam mit Tobias Harder bildet er die kleinste Fraktion. „Wir wollen künftig mehr Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen anbieten“, sagt Meyer. Das habe man schon beim Alten Rathaus in Letter gemacht und gute Ergebnisse erzielt.

Viele Anträge abgelehnt

Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, Ordnungskräfte für mehr Sicherheit, der Neubau einer Mitfahrbank: Immer wieder hat die Linke ihre Ideen auch in konkreten Anträgen vorgebracht. Etwa sechs zählt Meyer für die vergangenen zweieinhalb Jahre. „Viele Anträge sind ohne große Diskussion abgewehrt worden“, so der Fraktionsvorsitzende, der die Gegenwehr oftmals nicht verstehen kann. „Der Klimawandel ist mittlerweile bei jedem angekommen. Nachhaltige Stromerzeugung durch Photovoltaik könnte ein Baustein von vielen sein.“ Doch der Antrag wurde im Bauausschuss Anfang April mehrheitlich abgelehnt. Natürlich sei es für seine Partei auch schwer, sagt Meyer. Die Mehrheiten lägen immer woanders. Allerdings wünsche er sich mehr überfraktionelle Zusammenarbeit. Das habe etwa beim sogenannten Friedhofsentwicklungskonzept, das SPD, Grüne, FDP und Die Linke 2017 gemeinschaftlich auf den Weg gebracht haben, gut funktioniert. „Wenn sich jede Partei nur darstellen will und gegen die anderen arbeitet, haben wir einen politischen Stillstand“, sagt Meyer.

Neben wenig Zusammenarbeit zwischen den Parteien kritisiert der Linken-Chef auch zu kurz gedachte politische Entscheidungen. Die Sanierung der Hannoverschen Straße, die im Juni beginnen soll, werte die Straße eher ab als auf. „Es wird eine schwarze Betondecke entstehen, auf der die Autofahrer dann entlang rasen werden“, sagt Meyer. Das gehe vollkommen am Bürger vorbei. „Warum hat man der Idee eine Fußgängerzone keine Chance gegeben?“
Ähnlich vorschnell findet Meyer den Wohnungsbau im Obentrautpark, der Anfang April begonnen hat. Die Stadt brauche bezahlbaren Wohnraum, aber man nehme den Anwohnern auch eine wichtige Grünfläche. „Viele bedauern jetzt schon, dass der Obentrautpark weg ist.“ Ginge es nach ihm, müssten mutigere und nachhaltigere Entscheidungen getroffen werden.

Von Linda Tonn

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