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Seelze Modelleisenbahn-Club stellt seine Anlagen aus
Aus der Region Region Hannover Seelze Modelleisenbahn-Club stellt seine Anlagen aus
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11:52 24.03.2019
Andreas Bendig und Sohn Mario präsentierten ihre digitale Anlage. Quelle: Heike Baake
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Letter

Der Modelleisenbahn-Club Luthe hat am Wochenende viele Besucher in den großen Saal des Restaurant Hellas gelockt. Für die Modellbauer war es die erste Ausstellung in Letter, bisher präsentierten sie sich in Leipzig, Stadthagen und Hannover.

Liebhaber von Modelleisenbahnen konnten die Fabrikate Fleischmann, Märklin, Roco und Pico bewundern. „Diese Hersteller bringen Produkte für alle Spuren auf den Markt, das ist ihr Geschäft“, sagte Pressewart und Vereinsmitglied Jens-Peter Schütt. Seit zehn Jahren gehört er dem 1984 gegründeten Verein an. Während die Treffen früher zur Anfangszeit noch in einem Schrankenwärter-Haus der Deutschen Bundesbahn stattfanden, treffen sich die Mitglieder heute in der alten Luther Grundschule. Dort sei auch ständig eine Spur N-Anlage auf 27 Quadratmeter aufgebaut, sagte Schütt.

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Dem Modelleisenbahn-Club gehören 35 Mitglieder an. Ein großer Teil von ihnen trifft sich wöchentlich in den Club-Räumen zum Fachsimpeln und zum Austausch. Zur Ausstellung nach Letter brachten fünf Mitglieder ihre Privatbahnen mit, unter ihnen auch Andreas Bendig und Sohn Mario, die ihre digital gesteuerte Modellbahn dabei hatten. „Die Bahn steht sonst bei uns zu Hause im Keller“, berichtet der Vater. Sein Sohn Mario, der mit der Modelleisenbahn aufwuchs, ist mittlerweile auch als Vorstandsmitglied im Verein tätig. Mit seinen 22 Jahren vertritt er neben zwei anderen Mitgliedern den jugendlichen Nachwuchs.

Das Umrüsten von der analogen zur digitalen Anlage ist das Bestreben des Vereins. „Während bei den analogen Bahnen noch per Hand alles in Betrieb gesetzt wird, reicht bei der digitalen Bahn eine Steuerung über das Tablet oder Handy. „Dann muss man allerdings wie ein Lokführer aufpassen, dass nichts passiert“, erklärte Schütt. Die eingenommenen Eintrittsgelder will der Verein für das Umrüsten der Anlagen verwenden. Für die Clubmitglieder sei es aber auch sehr wichtig, mit den Ausstellungen Interessenten zu zeigen, welch ein schönes Hobby die Modelleisenbahn sei, ergänzte Schütt.

In Letter zeigten sich große und kleine Besucher begeistert. Die LGB-Anlage lockte vor allem die Kinder an. Der zehnjährige Maximilian freute sich sehr darüber, dass er dort die Züge in Bewegung setzen konnte. Er selbst habe nur eine Holzeisenbahn bei seiner Oma stehen, träume aber auch von einer richtigen Modelleisenbahn, erzählte er.

Neben den Modelleisenbahn-Anlagen konnten die Besucher auch den Klosterstollen Barsinghausen in Miniatur bewundern. Mitgebracht hatte ihn Helmut Schmidt, der eigentlich in seinem Garten eine Grubenbahn aufstellen wollte, dann aber zum Modellbau fand. Zusätzlich regte das umfangreiche Angebot von gebrauchten und neuen Eisenbahnmodellbau-Artikeln manchen Besucher zum Kauf und zum Aufrüsten der eigenen Anlage an.

Von Heike Baake