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Seelze Verkehrskontrolle führt zu Drogenfund
Aus der Region Region Hannover Seelze Verkehrskontrolle führt zu Drogenfund
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17:01 27.08.2018
Bei einer Verkehrskontrolle und einer Wohnungsdurchsuchung hat Seelzes Polizei Drogen gefunden. Quelle: Patricia Chadde
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Seelze/Hannover

Bei einer Verkehrskontrolle an der Kantstraße haben Beamte des Polizeikommissariats Seelze am Sonntagabend bei einem 22-jährigen Mann rund 100 Gramm Marihuana beschlagnahmt. Später wurden in der Wohnung des Fahrers während einer Durchsuchung noch rund ein Kilogramm der Droge, mutmaßliches Dealgeld und eine Schreckschusswaffe gefunden.

Wie ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover mitteilte, hatte eine Streife den 22-jährigen Fahrer einer Mercedes C-Klasse gegen 18.30 Uhr in Seelzes Kantstraße angehalten. Nach Einschätzung der Beamten stand der Fahrer augenscheinlich unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein vorgenommener Drogentest fiel jedoch negativ aus. Allerdings hatten die Polizisten zwischenzeitlich auch Marihuana-Geruch wahrgenommen, der offenbar aus dem Fahrzeug des Mannes kam. Die Ermittler durchsuchten deshalb den Wagen und fanden 100 Gramm Marihuana, die sie beschlagnahmten. Als die Polizisten den 22-Jährigen im Kommissariat Seelze durchsuchten, fiel dem Mann ein leerer Beutel mit Kunsturin aus der Unterhose, mit dessen Hilfe er den ersten Test offensichtlich zu seinen Gunsten manipuliert hatte. Daraufhin wurde der Drogentest wiederholt und brachte diesmal ein positives Ergebnis, berichtet die Polizei weiter.

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Auf richterliche Anordnung durchsuchten die Ermittler später auch die Mietwohnung des Mannes an der Kopernikusstraße in Hannovers Nordstadt. In den Räumen stellten die Beamten etwas mehr als ein Kilogramm Marihuana sicher. Außerdem fanden sie Utensilien für eine sogenannte Indoorplantage zum Selbstanbau der Droge sowie rund 7 000 Euro mutmaßliches Dealgeld und eine Schreckschusspistole, die ebenfalls sichergestellt wurden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover ordnete ein Haftrichter am Montagvormittag für den 22-Jährigen, der sich nun wegen Drogenhandels verantworten muss, Untersuchungshaft an. 

Von Thomas Tschörner