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Seelze Polizei informiert über Trickbetrüger
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00:20 01.02.2019
Senioren informieren sich in Velber über Trickbetrüger. Quelle: Heike Baake
Velber

Immer wieder fallen Senioren auf Trickbetrüger herein. Warum das so ist und wie ältere Menschen sich davor schützen können, darüber informierte Kontaktbeamtin Melanie Schriefer auf Einladung des DRK-Ortsvereins Velber im Gemeindehaus. Die Mitarbeiterin des Polizeikommissariats Seelze kennt sich mit den Machenschaften der Trickbetrüger aus und konnte zahlreiche Beispiele nennen, die die Vorgehensweise der Betrüger beschrieben.

„Man glaubt ja eigentlich gar nicht, dass so viele Menschen darauf reinfallen. Aber es ist wichtig, sich immer wieder zu informieren“, sagte die zweite Vorsitzende Edeltraud Kohls und freute sich über die zahlreichen Teilnehmer. Zu der Veranstaltung waren 22 Senioren gekommen, um in Zukunft sicherer im Umgang mit verdächtigen Situationen umzugehen. „Ich bin hier, um sie alle ein bisschen anzupieksen“, sagte Schriefer zu Beginn ihres Vortrages und erklärte den Senioren die verschiedenen Tricks, die derzeit im Umlauf sind.

Mit dem „Rempel-Trick“ wird ein Opfer ganz schnell seine Geldbörse los, ohne etwas davon zu bemerken. Dass dies nicht nur bei einer Menschenansammlung passiert, sondern auch auf einsamer Straße, erstaunte die Zuhörer. Auch der „Stadtplan-Trick“ und der „Geldwechsel-Trick“ sind eine beliebte Masche, um an das Geld der Senioren zu kommen. Bei fast allen Vorgehensweisen arbeiten die Betrüger nie allein. Meistens lenkt eine Person das Opfer ab, während eine andere den Diebstahl verübt. „Auch im Supermarkt müssen sie immer achtsam sein und dürfen ihre Tasche nie im Einkaufskorb liegen lassen“, warnte Schriefer und wies anschließend auf den „Beschmutzer-Trick“ hin. Dabei würde man mit Saft oder Essen beschmutzt und der nette Betrüger würde freundlich helfen, Mantel oder Jacke zu säubern, erzählte sie weiter. Selbstverständlich sei dies alles nicht kostenlos, denn am Ende würde auch hier die Geldbörse fehlen.

Die Senioren wurden auch über die Risiken bei Gewinnbenachrichtigungen informiert, die letztendlich dazu dienten, mit falschen Informationen an Geld heranzukommen. „Mir ist das auch passiert“, meldete sich eine Teilnehmerin und erzählte, wie sie auf den Betrug hereingefallen war. „Es war so verlockend, eine große Summe zu gewinnen“, sagte sie und merkte an, dass sie ihr Verhalten heute selbst nicht mehr verstehen könne. Auf Trickbetrüger hereinzufallen sei sehr einfach, versicherte Schriefer, schließlich wären sie alle gut gekleidet, freundlich und rhetorisch bestens geschult.

Die Senioren lernten an diesem Vormittag viel über die Gefahren, die von Betrügern ausgehen. Kaffeefahrten, falsche Spendensammlungen, Handwerker, die nicht echt sind, Betrüger, die sich als Angehörige angeben – die Reihe der Beispiele ist endlos. Der bekannte Enkeltrick, bei dem der Trickbetrüger sich am Telefon als Angehöriger ausgibt, einen Unfall oder eine Notsituation vortäuscht, kann sehr schnell bei den Betroffenen Sorge und Ängste auslösen. „Rufen sie nie die Telefonnummer auf dem Display zurück, selbst wenn es die ihres Enkels ist, sie landen bei dem Trickbetrüger“, erklärte Schriefer. Da diese gern mit Filtern arbeiten, könnten sie ohne Weiteres die im Display angezeigten Nummern verändern, klärte die Polizeibeamtin auf. Deshalb sollte bei einem Rückruf die Telefonnummer immer per Hand eingegeben werden. Brigitte Braier ist mit 78 noch nie hereingefallen. „Ich bin aber von Natur aus sehr gutgläubig und wollte mich unbedingt informieren“, erklärte sie. Sie und alle anderen Teilnehmer konnten in Sachen Trickbetrug gut informiert nach der Veranstaltung nach Hause gehen.

Von Heike Baake

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