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Seelze Projekt Impulse hilft jungen Flüchtlingen in die Arbeitswelt
Aus der Region Region Hannover Seelze Projekt Impulse hilft jungen Flüchtlingen in die Arbeitswelt
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00:17 20.05.2019
Beim Projekt Impulse arbeiten Schulsozialarbeiter und Integrationslotsen mit den Teilnehmern eng zusammen. Quelle: Heike Baake
Seelze

 Wie kann man Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern? Welche Unterstützung ist notwendig, wenn die Schulnoten nicht ausreichen? Diese Fragen stellte sich im Januar 2018 nicht nur die Integrationsbeauftragte der Stadt Seelze, Maria Baumeister, sondern auch die damalige Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Schule, Alexandra Khallafi. „Bei gleich schlechten Voraussetzungen schafften es manche Jugendliche und manche nicht. Wir fragten uns, warum das so ist“, sagt Baumeister. Daraus entstanden ist das Projekt Impulse, das junge Flüchtlinge bei der Vorbereitung auf einen Beruf und bei den ersten Schritten im Beruf begleitet. „Wir waren der Überzeugung, dass bestimmte Impulse etwas bei den Betroffenen in Bewegung setzen müssen. Daher kommt der Name“, erklärt Baumeister.

Fast anderthalb Jahre läuft das Projekt, bei dem auch die Beteiligung der Eltern erwünscht ist. 56 Jugendliche nehmen daran teil. Gemeinsam sollen Defizite und Probleme rechtzeitig erkannt und behoben werden. Impulse richtet sich an Jugendliche aus den achten und neunten Klassen. „Viele kommen mit Bildungslücken zu uns, da sie im Heimatland wenig Schulausbildung bekommen haben“, sagt Baumeister. Auch der lange Fluchtweg sei oft Grund für schulische Lücken. Zudem gäbe es zum Teil große Sprachbarrieren.

Pünktlichkeit ist wichtig

Während des Projektes stehen zwei Integrationshelfer den Familien zur Seite. Sie sprechen Kurdisch und Arabisch, leisten Aufklärungsarbeit, beleuchten die Perspektive der Flüchtlinge, klären, was diese benötigen und leiten daraus Maßnahmen ab. Häufig müsse man den Eltern erläutern, was in Deutschland die Anforderungen an Schule und Ausbildung seien, sagt Baumeister. Dazu gehöre das pünktliche und regelmäßige Erscheinen in der Schule und auch das Erledigen der Hausaufgaben.

Immer wieder sieht sich die Integrationsbeauftragte mit den Jugendlichen deren Zeugnisse an – das Augenmerk liegt dabei auf dem Arbeits- und Sozialverhalten. „Die Noten sind nicht aussagekräftig, sondern die Bemerkungen, die dort zu lesen sind“, sagt Baumeister. Im Anschluss werde individuell besprochen, welcher Weg für die Zukunft eingeschlagen werden soll. Dabei arbeiten Lehrer, Schulsozialarbeiter und die Integrationsbeauftragte eng zusammen. In einem Workshop setzten sich die Teilnehmer des Projekts etwa mit ihrer Berufswahl auseinander. Der 16-jährige Mohammad Alhomsi aus Syrien ist dankbar für die Unterstützung. „Es ist toll, wie sie uns für Schule und das Leben hier motivieren“, sagt er. Er wird entgegen vieler Zweifler nach den Sommerferien die zehnte Klasse der Realschule besuchen.

Projekt soll geöffnet werden

Befinden sich die Jugendlichen nach dem Ende ihrer Schulzeit in einer Berufsausbildung, werden sie von der Caritas unterstützt. Auch dabei besteht der enge Kontakt zur Integrationsbeauftragten. „Sollte sich das Projekt Impulse bis zum Schuljahr 2022/2023 bewährt haben, wird es für alle mit Unterstützungsbedarf geöffnet, auch für deutsche Schüler“, sagt Baumeister. Ob die Hilfestellung dann bereits ab der siebten Klasse erfolgen wird, steht allerdings noch nicht fest. Impulse wäre dann ein fester Bestandteil der Integrationsarbeit der Stadt, deren Ziel es ist, dass alle Schüler einen Schulabschluss erreichen und auch darüber hinaus betreut werden.

Von Heike Baake

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