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Seelze SG Letter freut sich über Defibrillatoren
Aus der Region Region Hannover Seelze SG Letter freut sich über Defibrillatoren
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16:14 27.02.2019
Gerd Kalendruschat (von links) Tanja Wöhler, Heidi Segst, Dirk Platta und Ronnie Tatge freuen sich über drei Defibrillatoren. Quelle: Sandra Remmer
Letter

Sicherheit und Erste Hilfe sind Themen, die bei der SG Letter 05 schon seit langem groß geschrieben werden. Der Verein bietet seinen Übungsleitern zum Beispiel in regelmäßigen Abständen kostenfreie Erste-Hilfe-Schulungen an und stattet die Übungsräume mit Erste-Hilfe-Taschen aus. Für die Abteilungsleiterin Turnen und Gymnastik Tanja Wöhler und Vorstandsmitglied Dirk Platta war das deutlich zu wenig, und so setzten sie sich im Sommer vergangenen Jahres unermüdlich für die Anschaffung von Defibrillatoren ein. „Den Ausschlag hat ein Artikel in der HAZ gegeben, in dem stand, wie ein junger Medizinstudent seinem Trainingspartner beim Tennis mit einem Defi das Leben gerettet hat. Der Mann hatte beim Spiel einen Herzinfarkt erlitten und wäre ohne den Defi verstorben“, erzählt Platta.

Bei der Stadt Seelze stieß der Wunsch der letterschen Sportler jedoch auf taube Ohren. „Die Stadt wollte uns bei der Anschaffung nicht unterstützen, weil das Vorhalten von Defibrillatoren keine Pflicht ist“, berichtet Platta. Also machte er sich gemeinsam mit Tanja Wöhler auf die Suche nach anderen Geldgebern, beide schrieben etliche Förderanträge und stellten ihr Vorhaben vor. „Wenn Dirk Platta einen Antrag stellt, steht immer etwas dahinter. Er hat ein goldenes Händchen“, lobte Ronnie Tatge vom Sparkassen-Sportfonds Hannover, der die SG Letter bereits mehrfach finanziell unterstützt hat. Für ihn keine Frage, dem Verein auch bei der Anschaffung der drei elektronischen Lebensretter mit einer Finanzspritze unter die Arme zu greifen. Auch Gerd Kalendruschat befand das Projekt als förderungswürdig. „Das ist eine tolle Sache, die wir sofort unterstützt haben. Es ist Gold wert, solche Geräte in der Hinterhand zu haben“, sagte Seelzes Volksbankchef. Ebenfalls im Boot ist Heidi Segst von Lotto-Sport-Stiftung.

Rund 5000 Euro hat die SG Letter für den Erwerb der drei Defibrillatoren investiert. Neben den Spenden musste der Verein 600 Euro aus der Vereinskasse dafür berappen. „Dieses Geld ist gut angelegt, da wir eine hohe Anzahl an Kurs- und Übungsstunden in diesen Sportstätten haben und wir nun einen Lebensretter vor Ort haben werden“, sagt Platta. Auch bei großen Sportveranstaltungen sei es ein gutes Gefühl, die Geräte in der Halle zu wissen.

Vor dem Einsatz des Defibrillators müsse sich niemand fürchten. „Das Gerät funktioniert selbsterklärend und führt einen Schritt für Schritt“, erklärt Tanja Wöhler. Es sei einfach in der Handhabung und habe nur wenige Bedienelemente. Die Übungsleiterin – hauptberuflich bei der Notfallrettung aktiv –will für interessierte Vereinsmitglieder bei Bedarf eine Einweisung in den Gebrauch des Defis geben. An der Einweisung teilnehmen können außerdem Lehrer des Gymnasiums, Trainer des Karate-Clubs-Seelze, des TuS Harenbergs und der Volkshochschule.

Plötzlicher Herztod: 65 000 sterben jährlich

Angaben der Deutschen Herzstiftung zufolge sterben jedes Jahr 65 000 Menschen infolge eines plötzlichen Herztods, mehr als 49 000 Menschen erliegen den Folgen eines Herzinfarkts. Der Einsatz eines Defibrillators kann Betroffene vor dem Tod bewahren. Liegt die Überlebenschance bei plötzlichem Herzversagen bei etwa fünf bis zehn Prozent, steigt sie auf 75 Prozent bei denjenigen, die eine erste Defibrillation nicht später als zwei Minuten nach dem Kollaps erhalten. Ein Defibrillator kommt zum Beispiel bei Herzkammerflimmern zum Einsatz. Die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Kammerflimmern beträgt laut der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ohne Reanimation etwa zwei Prozent, mit früher Herz-Lungen-Massage und Einsatz eines Defibrillators läge sie immerhin bei rund 55 Prozent. rem

Von Sandra Remmer

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