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Seelze SPD will einvernehmliche Lösung für Schillerstraße
Aus der Region Region Hannover Seelze SPD will einvernehmliche Lösung für Schillerstraße
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16:42 10.10.2019
Die Stadt will den Brotkorb und mehrere Beratungsstellen an der Schillerstraße 2 unterbringen. Quelle: Thomas Tschörner
Seelze

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Seelze fordert ein „tragfähiges Konzept“ für die Unterbringung des Seelzer Brotkorbes in einem Gebäude an der Schillerstraße 2. Die Wohnungseigentümergemeinschaft sieht vor allem die Unterbringung des Brotkorbes in derzeit leerstehenden Räumen im Erdgeschoss kritisch. Befürchtet wird dabei vor allem der Andrang durch die Kunden.

SPD-Ratsherr Heinrich Aller hatte bereits angekündigt, dass seine Fraktion einen Antrag stellen und eine nachbarschaftlich verträgliche Lösung fordern werde. Diesen Antrag, über den die politischen Gremien noch beraten müssen, hat SPD-Fraktionschef Alexander Masthoff nun vorgelegt.

Im Etat 2020 soll Geld bereit gestellt werden

Masthoff sieht den Vorstoß der Sozialdemokraten als Ergänzung der Verwaltungsvorlage, in der sowohl der Umzug des Brotkorbes als auch der Beratungsstellen vorgestellt wird. Hintergrund ist die geplante Erweiterung des Schulzentrums, wodurch der Brotkorb die derzeit von ihm genutzte ehemalige Hausmeisterwohnung am Rande des Schulgeländes bereits zum Jahresende verliert.

Raum wird nach Einschätzung der Verwaltung aber auch für die bislang in einem Nebengebäude des Rathauses untergebrachten Beratungsstellen erforderlich. Die SPD fordert jetzt, dass die Verwaltung für den Haushaltsplan 2020 einen auskömmlichen Ansatz zur Finanzierung eines tragfähigen, nachbarschaftlich verträglichen Konzeptes ausweisen soll, um die sozialen Dienste und den Brotkorb an der Schillerstraße unterbringen zu können.

Gebäude könnte umgebaut werden

Zu möglichen Kosten macht die SPD keine Angaben. Die Verwaltung hatte monatliche Mietkosten von 1980 Euro sowie 900 Euro Nebenkosten im Monat kalkuliert und angekündigt, die Wirtschaftlichkeit eines Kaufs der Flächen prüfen zu wollen. Die SPD hält dies offenbar für nicht ausreichend: Die Kosten für ein Nutzungskonzept seien so zu errechnen, dass notwendige bauliche Veränderungen in inneren und äußeren Bereichen, Nutzungsbedingungen und Nutzungsdauer nachvollziehbar sind.

Aller hatte bereits getrennte Zugänge für die Kunden des Brotkorbs und die Wohnungsinhaber ins Gespräch gebracht. Zudem fordert die Fraktion, dass die Wirtschaftlichkeit und Kostenträgerschaft für die unterschiedlichen Nutzungen sowie Finanzierungsalternativen vergleichend dargestellt werden sollen.

Bislang gibt es kein von allen Beteiligten akzeptiertes Konzept

Verwaltung und Eigentümer verhandelten seit geraumer Zeit über die weitere Nutzung der Räume der ehemaligen Seniorentagesstätte, des Arbeiter Samariter Bundes und des ärztlichen Notdienstes im Erdgeschoss des Hauses Schillerstraße 2. Bislang gebe es kein von allen Beteiligten akzeptiertes Nutzungskonzept. Masthoff betont, dass alternative Überlegungen ungeeignet erschienen.

Der Brotkorb, der Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, hat rund 700 Kunden. Jeden Donnerstag kommen zwischen 50 und 90 Familien zur Ausgabe der Lebensmittel. Der Brotkorb hält das Gebäude für ideal und will mit festen Terminen verhindern, dass die Bedürftigen zu lange vor der Tür stehen müssen.

Von Thomas Tschörner

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