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Seelze Wie das Insektenhotel in Almhorst einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leistet
Aus der Region Region Hannover Seelze Wie das Insektenhotel in Almhorst einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leistet
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16:35 08.09.2019
Petra Cordes (von links), Robin Cordes, Joachim Klawitter und Michel Cordes empfinden das Insektenhotel als eine Bereicherung. Quelle: Sandra Remmer
Almhorst

Das Insektenhotel in der Dorfmitte von Almhorst gegenüber dem Dorfbrunnen ist ein echter Blickfang. Aber nicht nur das. Seitdem es 2014 aufgestellt worden ist, leistet es einen kleinen Beitrag zum Naturschutz und dient als Schlaf- und Nistplatz für unzählige Bienen, Wildbienen und andere Insekten. Drei Nistkästen an der Rückseite dienen außerdem als Brutstätten für Singvögel, und am Giebel finden auch Fledermäuse ein neues Zuhause.

Letteraner baut zahlreiche Insektenhotels

Joachim Klawitter aus Letter kann sich inzwischen schon nicht mehr daran erinnern, wie viele Insektenhotels er im Laufe der vergangenen Jahre gebaut hat. Angefangen hat der ehemalige Rohrschlosser damit, Holzspielzeug für Kinder zu bauen. Irgendwann hat er dann von den Insektenhotels gehört, und für seinen eigenen Schrebergarten ein erstes „Pilot-Modell“ gebaut. Insektenhotels haben mehrere Etagen aus unterschiedlichen Materialien, in denen die unterschiedlichen Insekten nisten sollen.

Das erste wirklich große Hotel dieser Art hat Klawitter für die Gartenkolonie Moitje gebaut – nach diesem Vorbild ist auch das Modell in Almhorst entstanden. Ein gutes Vierteljahr hat es gedauert, bis die einzelnen Bausteine fertig waren und zu einem ganzen zusammengesetzt werden konnten. Dabei hat er Materialien wie Reet, Lehm, Holz und Ziegelsteine benutzt.

Petra Cordes weist auf eine zusätzliche Nistmöglichkeit für Fledermäuse hin. Quelle: Sandra Remmer

Vorbehalte bei den Anwohnern

„Vor allem im Frühjahr ist hier eine Menge los“, sagt Ortsbürgermeisterin Petra Cordes (CDU), die sich dafür stark gemacht hat, dass das Insektenhotel an dieser Stelle aufgestellt werden darf. Anfangs habe es Vorbehalte der Anwohner gegeben, erzählt sie. „Sie konnten nicht verstehen, warum man auf dem Land etwas für Insekten tun muss.“ Inzwischen seien die Almhorster aber vom Nutzen des Hotels überzeugt. Viele hätten bei Joachim Klawitter ein eigenes in Auftrag gegeben. „Das Insektenhotel hat sich als echte Initialzündung erwiesen und hat viele Nachahmer gefunden“, sagt Cordes.

Modell ist pflegeleicht

Viel Arbeit haben die Almhorster mit dem Insektenhotel nicht. „Wir gucken lediglich nach, ob Vögel in den Nistkästen gebrütet haben und entfernen gegebenenfalls die alten Nester“, erzählt Cordes. Die drei Nistkästen haben unterschiedliche Zugänge und bieten Meisen, Staren und Rotschwänzchen einen Brutplatz – der auch regelmäßig von den Vögeln genutzt wird.

Joachim Klawitter freut sich, dass die Vögel die NIstkästen an der Rückseite als Brutplatz annehmen. Quelle: Sandra Remmer

Einzig der Standort sei suboptimal, so die Ortsbürgermeisterin. Normalerweise müsste ein Insektenhotel in Richtung Süden ausgerichtet sein, um seinen Bewohnern möglichst viel Sonne zu geben. Alte Kastanien- und weitere Bäume hätten diese ideale Ausrichtung jedoch verhindert. „Wir haben uns mit der Stadt schließlich auf diesen Standort geeinigt. Das war der kleinste gemeinsame Nenner“, sagt Cordes.

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Von Sandra Remmer

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