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Seelze Zeitreisende besuchen Rittergilde von Stromberg
Aus der Region Region Hannover Seelze Zeitreisende besuchen Rittergilde von Stromberg
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12:48 10.10.2019
Verkleidet bis nach Hessen: Die Gruppen posiert vor dem Heimatmuseum in Bingen. Quelle: privat
Seelze/Stromberg

Reitergeneral Michael von Obentraut (Rainer Künnecke) und sein Gefolge haben die Rittergilde von Stromberg besucht. Damit wurde der im vergangenen Jahr geknüpfte Kontakt – die Rittergilde hatte sich an der Zeitreise im Bürgerpark beteiligt – ausgebaut. „Wir freuten uns, schon in diesem Jahr diesen Gegenbesuch mit 20 Seelzern verwirklichen zu können“, berichtet Nanette Bystron von der Reise nach Stromberg bei Bingen am Rhein.

Treffen auf der Stromburg

Nach einem herzlichen Empfang durch die Rittergilde im Heimatmuseum gab es eine Stadtführung sowie Tanz aus der Zeit, an den sich eine Feier bei zünftigem Essen und gutem Rheinwein anschloss. Am nächsten Morgen stand ein Treffen auf der Stromburg auf dem Programm, auf der der General seine Kindheit und Jugend verbracht hatte.

Der Reitergeneral und eine ihn darstellende Holzskulptur. Quelle: privat

„Es wurden viele nette Worte von der Rittergilde und den Bürgermeistern der Gemeinden an uns gerichtet und der General schwelgte in Kindheitserinnerungen“, schildert Bystron den Besuch der Burg. Erinnert wurde unter anderem auch an die überlieferten letzten Worte an seinen Gegner Graf Tilly, er möge an das Reich denken und diesen Krieg beenden. Nach einem Imbiss zeigten die Seelzer einen Ausschnitt ihrer gut vorbereiteten Darbietungen der Zeitreise 2019, bei der erstmals auch Böllerschützen des Heimatverein Schlägel und Eisen Deister aus Barsinghausen mitwirkten. Mit dem Bus ging es dann weiter nach Bingen und anschließend per Schiff über den Rhein zu einer Burgenfahrt.

Weitere Zusammenarbeit ist geplant

„Eine außergewöhnliche Freundschaft ist über diese Entfernung entstanden, auf die wir sehr stolz sind“, zieht Bystron Bilanz. Pläne für weitere gemeinsame Projekte seien schon besprochen worden.

Obentraut und Gefolge machen Station in Stromberg und besuchen die Rittergilde. Bei der jüngsten Zeitreise im Obentrautpark war auch eine Gruppe aus Barsinghausen dabei.

Obentraut ist Seelzes Imagefigur

Die Stadt Seelze nutzt seit 2008 den Reitergeneral aus dem Dreißigjährigen Krieg, der seitdem von Schauspieler Rainer Künnecke verkörpert wird, als Imagefigur für ihr Stadtmarketing. Die Kommune legte sich den Namen Obentrautstadt zu und organisiert eine Vielzahl von Aktionen und Angeboten rund um die historische Figur, wie Stadtführungen zu Fuß und per Segway sowie Auftritte ihrer Werbefigur bei diversen öffentlichen Veranstaltungen. War Obentraut anfangs allein in der Stadt unterwegs, so hat er seit Jahren ein wachsendes Gefolge.

Reitergeneral stirbt bei Scharmützel in Seelze

Der am 2. Oktober 1574 in Heddesheim bei Kreuznach geborene Michael Obentraut war von Haus aus Calvinist. Er beginnt zunächst ein Jurastudium, bevor er sich dem Kriegsdienst zuwendet und als 18-Jähriger 1592 ein Leutnantspatent erwirbt. Im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) kämpft Obentraut auf protestantischer Seite. Angeblich sollen spanische Söldner, gegen die er im Winter 1620/21 einen Kleinkrieg führte, ihn respektvoll als „Miguel Aleman“ (Deutscher Michel) bezeichnet haben. Im Juli 1625 trat er in das Heer des Dänenkönigs Christian IV. ein. Als Generalleutnant bei der Kavallerie war Obentraut zwischen Hannover und Nienburg zunächst erfolgreich, bis sich das Kriegsglück wendete und er in Seelze tödlich verwundet wurde. Er starb am 25. Oktober 1625. Sein Denkmal wurde 1630 von dem Bildhauer Jeremias Sutel auf dem Schlachtfeld errichtet.

Von Thomas Tschörner

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