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Seelze Ehrenamt in Seelze: Andrea Kolbien ist Vorsitzende des SV Dedensen
Aus der Region Region Hannover Seelze Ehrenamt in Seelze: Andrea Kolbien ist Vorsitzende des SV Dedensen
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19:00 14.08.2019
Andrea Kolbien setzt sich als Dedenserin gern für ihren Ort ein. Quelle: Heike Baake
Dedensen

Vater und Mutter wären zwar sehr aktiv gewesen und prägten ihre Kindheit mit dem Interesse an Kunst – aber ehrenamtliches Engagement sei nie ein Thema gewesen, erzählt Andrea Kolbien. Die Liebe zu Kindern und vor allem zum Sport haben sie letztendlich zum Ehrenamt geführt. „Ich habe mit zwölf Jahren angefangen, Tischtennis zu spielen und sechs Jahre später die ersten Trainingsstunden gegeben“, erinnert sie sich. Tischtennis war immer ihre große Leidenschaft, und die Zugehörigkeit zu einem Verein hatte immer erste Priorität. „Ich finde, dass allein durch das Tragen der Trikots eine Gleichheit unter den Sportlern besteht“, sagt Kolbien und betont, dass dadurch viele Ausgrenzungen vermieden werden können.

Immer da, wo Hilfe gebraucht wird

Vor 20 Jahren fing Kolbien an, in Dedensen Kindern und Jugendlichen Tischtennistraining zu geben. Parallel war sie damals auch Trainerin in Berenbostel und dort sogar vier Jahre als zweite Vorsitzende im Sportverein tätig. „Wenn ich gefragt werde, ob ich helfen kann, dann bin ich dabei“, erklärt Kolbien ihren stetigen Einsatz. Seit 2010 ist sie nun Vorsitzende des Dedenser Sportvereins und vertritt die Interessen der Vereinsmitglieder. Es sei ihr sehr wichtig, dass der gesamte Vorstand immer als Team auftrete, jedoch sei sie allein für den Arbeitskreis Seelzer Sportvereine die Ansprechpartnerin. Informationen, die sie dort erhält, leitet sie an ihre Vorstandskollegen und Spartenleiter weiter.

Kolbien hat immer ein offenes Ohr für die im Verein tätigen Trainer, für alle Eltern und Vereinsmitglieder. „Sie dürfen ruhig mal motzen und sich beschweren“, sagt sie. Denn nur dann könne man einer Sache anschließend auf den Grund gehen und sie, wenn möglich, auch verbessern. Der 620 Mitglieder starke Verein bietet fünf Sparten an und ermöglicht den Dedenser Bürgern ein abwechslungsreiches sportliches Angebot. „Man muss aufpassen, dass man nicht gegeneinander arbeitet, denn der Verein lebt von allen Sparten, und die müssen zusammenarbeiten“, sagt Kolbien.

2009 gewann Kolbien mit ihrem Tischtennisteam die Vereinsmeisterschaft Quelle: Heike Baake

Ehrenamtlich aktiv trotz Berufstätigkeit

Der Vorsitzenden ist es ein großes Anliegen, für die Mitglieder ein gutes Vorbild zu sein. Deshalb seien für sie auch Arbeitseinsätze selbstverständlich, erzählt sie. Da, wo sie gebraucht wird, packt Kolbien mit an und verkauft, wenn es erforderlich ist, auch mal auf dem Matjesfest Brötchen. Als Außenhandelskauffrau arbeitet sie Vollzeit, investiert aber trotz ihrer Berufstätigkeit viel Zeit in ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Als Vereinsvorsitzende hat sie zahlreiche Aufgaben übernommen, zu denen auch das Vorbereiten und Leiten der Sitzungen gehören. „Einen Verein muss man wie eine Firma führen“, sagt Kolbien und ergänzt, dass manchmal auch unbequeme Entscheidungen getroffen werden müssten.

Für sie war es selbstverständlich, sich an ihrem Wohnort zu engagieren. Ihr Ehrenamt mache sie glücklich, erzählt sie, denn sie sei einfach gerne mit Menschen zusammen. „Die Mischung macht es, man kann einfach für das tägliche Leben profitieren“, sagt sie. Allerdings lege sie dabei überhaupt keinen Wert auf Ruhm und Ehre. Auch die Töchter Ida (27) und Karoline (25) hat Mutters Einsatz beeinflusst – beide sind als Trainer und Jurymitglied im Einsatz. Kolbien ist davon überzeugt, dass es ohne Ehrenamt in Städten und Gemeinden zu großen Einschnitten kommen würde. „Das wäre eine Katastrophe“, sagt sie und denkt dabei nicht nur an ihren Sportverein.

Sie arbeiten ehrenamtlich in Vereinsvorständen, engagieren sich in Arbeitskreisen und Ortsvereinen, unterstützen Selbsthilfegruppen und sind in Kirchen aktiv. Sie investieren Zeit, bringen sich mit ihrer Arbeitskraft, Kreativität und Motivation ein, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Für sie ist ihr unentgeltlicher Einsatz selbstverständlich. In unserer Lokalserie „Ehrenamt in Seelze“ stellen wir Menschen vor, die sich mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für das Gemeinwohl einbringen. Sie berichten von ihren Erfahrungen, Aufgaben und Erfolgserlebnissen.

Über diese Ehrenamtlichen haben wir bereits berichtet

Rolf Zikowsky ist Chef des Shanty-Chors Lohnde, hat aber weitere Ehrenämter übernommen.

Martin Mietzner engagiert sich bei der Schützengesellschaft Letter

Melanie Vockeroth spielt Klarinette und ist Vorsitzende des Jugendblasorchesters

Horst-Dieter Weindl ist bei den Bürgerschützen in Seelze aktiv

Dorle Burdorf sorgt immer für neue Spiele und begeistert damit die Letteraner Brettspieler

Günter Röhrbein ist seit 67 Jahren ehrenamtlich aktiv und unterstützt auch heute noch den Sportverein und die Kirche

Arthur Mattheis ist seit seiner Kindheit mit dem Boxsport verbunden und hat mit dem Box-Sport-Club viele Titel geholt

Thomas Kesse war bereits als junger Sportler vom Karate-Club begeistert, heute ist er erster Vorsitzender

Horst Labitzke setzt sich seit 40 Jahren für seine Kirchengemeinde ein 

Von Heike Baake

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