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Seelze Südlink: Hilfe vom Bundestag?
Aus der Region Region Hannover Seelze Südlink: Hilfe vom Bundestag?
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19:08 21.12.2014
Von Sandra Schütte
Die geplante Südlink-Stromtrasse bleibt auch in Seelze umstritten. Quelle: Julian Stratenschulte (dpa)/Symbolfoto
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Seelze

In einem Brief bittet er die Bundestagsabgeordneten, sich für eine Gesetzesänderung bezüglich der Erdverkabelung einzusetzen. Damit schließt sich der Seelzer Rathauschef anderen Bürgermeistern an.

Nach aktuellem Stand könne der Netzbetreiber einer Stromtrasse die Mehrkosten einer Erdverkabelung nur dort weitergeben, wo sie vorgesehen werden müsse, zum Beispiel in der Nähe von Wohnbebauung. Wenn die Kabel aber auf Wunsch nur zum Schutz des Landschaftsbildes und der Natur unterirdisch verlegt werden, „bliebe der Netzbetreiber auf diesen Mehrkosten sitzen“. „Die Planung einer von Masten getragenen Stromtrasse außerhalb von Siedlungsbereichen ist daher wahrscheinlich“, schreibt Schallhorn. In diesem Fall könne der Netzbetreiber die Erdverkabelung wegen der zu erwartenden höheren Kosten von vornherein ausschließen.

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Wie andere vom Trassenverlauf betroffene Bürgermeister schlägt auch Schallhorn daher vor, „die gesetzliche Grundlage zu ändern und den Bau von Erdverkabelungen zum Schutz der Landschaft und der Natur ebenfalls zu ermöglichen“. Erdverkabelung würde auch die Akzeptanz der jeweiligen Trasse für die betroffenen Bürger erhöhen, meint der Seelzer Bürgermeister.

Das niederländische Unternehmen Tennet hat seine Vorschläge zum Trassenverlauf am 12. Dezember bei der Bundesnetzagentur eingereicht - auch die Variante ALT_091, die über Lohnde, Gümmer, Almhorst, Kirch- und Lathwehren führt. Jetzt ist die Bundesnetzagentur an der Reihe: Sie entscheidet über den endgültigen Trassenverlauf. Das Planungsverfahren dauert zwei Jahre. Betroffene Bürger und Kommunen können während des Planungs- und Planfeststellungsverfahrens noch Einwände einbringen.

Sandra Schütte 20.12.2014