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Seelze Der "Seehund" kehrt nach Hause zurück
Aus der Region Region Hannover Seelze Der "Seehund" kehrt nach Hause zurück
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00:16 22.05.2017
Von Thomas Tschörner
Der Nachbau des Zweimann-U-Bootes auf der Marina-Rasche-Werft: Unten ist der eingedrückte "Torpedo" zu erkennen. Quelle: Thomas Tschörner
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Der Tischlermeister aus Hemmingen hat das Zweimann-U-Boot vom Typ "Seehund" aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges selbst gebaut, das aber nicht tauchfähig ist. Filax betont, dass er das Originalboot nur als Vorbild genommen habe. Immerhin hat sein "Seehund" mit einer Länge von 10,85 Meter und einer Breite von zwei Metern annähernd die Originalmaße und auch zwei Torpedo-Attrappen hat er seinem Boot spendiert. Eigentlich sollte das Klein-U-Boot nur ein Modell im Maßstab 1:1 für den Garten sein. Beim Versuch, den "Seehund" im Stichkanal zu Wasser zu lassen, kippte das Boot auf dem Slipwagen um. Filax barg das Boot und ließ es ein paar Tage auf der Marina-Rasche-Werft. Der Hemminger hat umfangreiche Erfahrungen in Sachen Modellbau. Sein Motorrettungsboot Hillrich Kuper und das ebenfalls von ihm gebaute Beiboot Abelius sind vielbeachtete Unikate auf dem Kanal, der auch von Privatleuten und ihren Booten genutzt werden darf.

"Das hat bundesweit Wellen geschlagen", sagt Filax. Allerdings sei von den Medien vielfach schlicht "Quatsch" berichtet worden. Maße stimmten nicht, und von Seenot könne auch keine Rede sein. Das U-Boot sei mit 3,5 Tonnen schlicht zu leicht gewesen. "Das Gewicht ist ungünstig verteilt, oben ist das Boot zu schwer, im Kielbereich zu leicht", erklärt Frank Antefuhr von der Marina-Rasche-Werft das Umschlagen des Wasserfahrzeugs. Filax will sein U-Boot nun wieder im heimischen Garten aufstellen. Den eingedrückten "Torpedo" werde er reparieren. Das Boot bleibe dann wohl ein Museumsstück. Vielleicht mache er sich aber nochmal ans Werk, schließt Filax nicht aus.