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Sehnde Drei Inhaftierte werden früher entlassen
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15:24 21.12.2018
Auch drei Inhaftierte der Justizvollzugsanstalt Sehnde kommen in den Genuss einer Weihnachtsamnestie. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
Sehnde

Die Weihnachtszeit ist für viele Inhaftierte und ihre Angehörigen besonders belastend. Drei Insassen der Justizvollzugsanstalt (JVA) Sehnde bleibt diese Erfahrung in diesem Jahr erspart: Sie profitieren wie weitere 68 Gefangene in Niedersachsen von einer Weihnachtsamnestie, die Justizministerin Barbara Havliza ihnen auf dem Gnadenwege gewährt hat. Sie werden deshalb noch vor dem Fest aus dem Gefängnis entlassen. Regulär wären viele erst Anfang Januar entlassen worden.

Die Amnestie sei aber nicht als Strafrabatt zu sehen, verdeutlicht Martin Speyer, Sprecher des Justizministeriums. Sie gelte nur für Inhaftierte, die noch maximal einen Monat zu verbüßen hätten. Auch das Verhalten der Gefangenen müsse ohne Beanstandungen gewesen sein. Im Schnitt seien den 71 Insassen in Niedersachsen 16 Hafttage erlassen worden, insgesamt sind es 1146. Auch wenn es auf den ersten Blick etwas merkwürdig anmutet: Die Annahme der Weihnachtsamnestie ist freiwillig, niemand werde gegen seinen persönlichen Willen „vor die Tür gesetzt“, wie das Justizministerium mitteilt. Tatsächlich haben sechs Inhaftierte ihre vorzeitige Entlassung in diesem Jahr abgelehnt.

Für diejenigen, die Weihnachten hinter Schloss und Riegel verbringen müssen, gebe es besondere Angebote, erläutert Heiko Klupp, Öffentlichkeitsbeauftragter der JVA. „Die Tage allein und ohne Arbeit sind für viele Inhaftierte lang und bedrückend“, sagt er. Denn Besuchszeiten gibt es in Sehnde während der Feiertage nicht. Erst nach Weihnachten können sie wieder Angehörige und Freunde empfangen. Im Vordergrund steht deshalb Sport – selbst an Heiligabend. An diesem Tag ist auch ein Gottesdienst vorgesehen. Am ersten Weihnachtsfeiertag gibt es in der JVA Sehnde zudem ein Volleyballturnier.

Und nicht nur die Atmosphäre soll etwa mit einem Weihnachtsbaum und Adventskränzen festlich gestaltet werden. Auch beim Essen lege sich die Gefängnisküche ins Zeug, sagt Klupp. Heiligabend gibt es zwar traditionell-norddeutsch Bockwurst mit Kartoffelsalat und einen Stollen, dafür steht am ersten Feiertag mit Entenkeule ein richtiges Festessen auf dem Speiseplan.

Von Oliver Kühn

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