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Sehnde Barockensemble entzückt bei English Concert
Aus der Region Region Hannover Sehnde Barockensemble entzückt bei English Concert
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16:47 26.11.2018
Eine liebevolle musikalische Aussöhnung mit England bietet das Barockensemble Ilten mit dem „English Concert“ in der Barockkirche. Quelle: Susanne Hanke
Ilten

Die englische Musik des Hochbarock hat beim Barockensemble Ilten diesmal im Mittelpunkt des Konzerts zum Ewigkeitssonntag gestanden. „Gerade wegen der aktuellen Tagespolitik wollen wir einen liebevollen Blick auf Großbritannien werfen“, kündigte Ensembleleiter Martin Schick an – damit war selbstredend der Brexit gemeint. Das gelingt durch die Musik natürlich besonders gut, und so war es auch ein Fest für die Ohren, das vom Barockensemble geboten wurde.

Englische Komponisten, aber ebenso „Wahlbriten“ wie Georg Friedrich Händel oder Johann Christian Bach standen auf dem Programm, das mit einer Ouverture von Thomas Augustine Arne stilvoll begann. Standen hier die Flöten im Vordergrund, die eine leichte, heitere Note aufleben ließen, setzten die nachfolgenden Arien von Händel wundervolle Schwerpunkte. Während Carla Hiemsch mit ihrer herrlichen Sopran-Stimme die Arie des „Xerxes“ aus der gleichnamigen Oper sowie die der Almirena aus „Rinaldo“ vortrug, setzte Burkhard Hiemsch mit seiner vollen Bass-Stimme einen weiteren Akzent.

Eingebunden waren die gefühlvollen Arien in Kompositionen von John Dowland, die perfekt harmonierten. Der eher unbekannte englische Musiker sei lange Zeit in Deutschland gewesen, da er dort die Lautenmusik studieren konnte, erläuterte Schick. Eine ungewöhnliche Orchestrierung bot das Concerto Grosso von Francesco Barsanti, dem Italiener, den es nach London zog. Ein Concerto Grosso beziehe sich eigentlich auf alle Streicher, hier aber wurde ein Trio aus zwei Hörnern und einer Pauke in den Mittelpunkt gestellt, so Schick.

Die Hörner dominierten ebenso in der Symphonie von William Boyce. Dieser englische Komponist, der von 1711 bis 1779 in London lebte, sei bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan gespielt worden, erzählte Schick. Neben den Hörnern wurde aber auch immer wieder den Flöten geschmeichelt. Der Engländer Robert Woodcock erhöhte die Blockflöten in seinem Konzert, und der Wahlengländer Willem de Fesch schrieb sein, hier vom Ensemble gespieltes Concerto für die Querflöten. So entstand ein wunderbar vielfältiger Reigen der englischen Barockmusik, den das Publikum sichtlich genoss.

Von Susanne Hanke

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