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Sehnde Bolzum wird Vorreiter beim Klimaschutz
Aus der Region Region Hannover Sehnde Bolzum wird Vorreiter beim Klimaschutz
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14:47 11.12.2018
Der Dorfladen ist Verbundpartner für das Projekt: Dessen Marktleiterin Frauke Lehrke ist gleichzeitig auch Projektleiterin. Quelle: Michael Schütz
Bolzum

 Alle formalen Voraussetzungen sind erfüllt, und der Antrag ist bewilligt worden: Bolzum gehört jetzt zu den neun Modelldörfern, die an dem Förderprogramm „Klimaschutz im Alltag“ des Bundesumweltministerium teilnehmen dürfen. Dafür gibt es Fördermittel in Höhe von 350.000 Euro. „Ziel ist die modellhafte Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzideen im Alltag und die Integration einer nachhaltigen Dorfentwicklung“, erklärt Anne Kessel, die seit Mitte November für die Stadt Sehnde im Projekt arbeitet. Die Stadt hat für Kessel eigens eine befristete halbe Stelle eingerichtet. Bezahlt wird diese aus den Fördergeldern der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums.

Anne Kessel betreut das Projekt „Gutklima“. Quelle: Katja Eggers

Für Bolzum trägt das Projekt den Namen „Gutklima: Gutes Klima im Dorf – klare Zukunft im Blick. Bolzum auf dem Weg zur Klimanachbarschaft“. Bolzum und acht weitere Dörfer sollen nun Ideen für klimafreundliche Angebote im Alltag entwickeln und damit als Vorbild für andere Ortschaften dienen. „Bolzum hat eine große Chance erhalten, aktiv und gemeinsam eigene Ideen zu entwickeln und somit die Zukunft positiv selbst zu gestalten“, erklärte Projektleiterin Frauke Lehrke, die auch den Dorfladen Bolzum leitet und zudem die Idee gehabt hat, sich an dem bundesweiten Aufruf zu beteiligen.

Mitmachen sollen nun auch möglichst viele der rund 1300 Bürger. „Ob Einzelpersonen, Familien, Vereine oder Nachbarn aus anderen Orten – alle sind willkommen“ betont Lehrke. Bolzum wird so zum Modellort, an dem die Entwicklung und Durchführung von Klimaprojekten erprobt wird. „Unser Ziel ist es, die dort gewonnenen Erkenntnisse auf andere Ortsteile von Sehnde zu übertragen und weitere Aktionen zu initiieren“, sagt Kessel.

Der Dorfladen ist mit der wichtigste Anlaufpunkt im Ort und könnte zur Keimzelle des Projekts werden. Quelle: Michael Schütz

Was Bolzum jetzt in Sachen Klimaschutz bewegen will, hänge nun von den Vorschlägen der Bürger ab. „Dabei geht es weniger um technische Maßnahmen, sondern vor allem um individuelles Verhalten im Alltag“, erklärt Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Der Fokus liege auf den Themen Mobilität, nachhaltiger Konsum, Ernährung, Energie und biologische Vielfalt. Unter dem Leitbild „lokal handeln, regional wirtschaften, überregional vernetzen“ seien etwa Angebote wie Carsharing oder Repair-Cafés, in denen kaputte Geräte repariert werden, denkbar.

Anfang 2019 wird es nun mehrere Veranstaltungen geben, bei denen die Bürger ihre Ideen entwickeln, vortragen und nach Mitstreitern suchen können. Innerhalb eines Jahres sollen sich dann zu den Ideen Projektgruppen bilden, die gemeinsam einen Aktionsplan für ein klimafreundliches Bolzum entwickeln. Dieser Plan soll in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden.

Auftakt mit großer Veranstaltung

Bolzums und Sehndes neues Klimaprojekt trägt den sperrigen Titel „Gutklima: Gutes Klima im Dorf – klare Zukunft im Blick. Bolzum auf dem Weg zur Klimanachbarschaft“ und startet mit einer großen Auftaktveranstaltung. Alle Interessierten sind eingeladen, am Montag, 17. Dezember, ab 18 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus Bolzum, Am Mühlenberg 6, zu kommen. Die Projektpartner stellen an diesem Abend das Vorhaben vor und wollen zum Mitmachen mobilisieren. Verbundpartner sind neben dem Dorfladen Bolzum und der Stadt Sehnde zudem die evangelische Kirchengemeinde Bolzum, die Region Hannover und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover.

Von Katja Eggers

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