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Sehnde Zement aus Höver für die Elbphilharmonie
Aus der Region Region Hannover Sehnde Zement aus Höver für die Elbphilharmonie
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14:14 13.01.2017
Von Patricia Oswald-Kipper
Auch das Holcim-Werk Höver hat die Baustelle der Elbphilharmonie in der Hafencity mit Beton beliefert. Quelle: Holcim Deutschland
Höver

Zement aus dem Werk in Höver wurde in einem Betongemisch vor allem zwischen den Jahren 2007 und 2010 in der Elbphilharmonie verbaut. Wieviele Tonnen Zement dabei zum Einsatz kamen, kann Holcim-Sprecher Jens Marquardt jetzt nicht mehr beziffern. Mit dem Zement aus Höver sei dabei ein ganz besonderes Betongemisch in der Elbphilharmonie zum Einsatz gekommen. "Dieser Beton enthält einen relativ hohen Hüttensandanteil und kam daher vor allem bei Gründungsarbeiten im Tiefbau zum Einsatz", so Marquardt.

Der Betonbau habe bei der Errichtung der Elbphilharmonie höchste Ansprüche an alle Beteiligten gestellt: Insgesamt wurden 63.000 Kubikmeter Beton verbaut - 12.000 für das Fundament und 51.000 für den Rohbau. Der Beton sei von einer Liefergemeinschaft geliefert worden, bei der Baustoffproduzent Holcim Deutschland führender Partner gewesen sei, erläutert Marquardt.

Aus dem Zement, der aus verschiedenen Holcim-Werken in Deutschland stammt, wurden für die Großbaustelle in Hamburg 30 verschiedene Betonsorten hergestellt. Die verschiedenen Sorten mussten je nach Verwendung besondere Eigenschaften hinsichtlich Konsistenz, Erstarrungsverhalten und Dauerhaftigkeit aufweisen. Ein Großteil des von Holcim gelieferten Betons kam vom nahe gelegenen Betonwerk Hafencity. "Kurze Transportwege von weniger als zwei Kilometern sorgten für hohe Lieferzuverlässigkeit und schonten die Umwelt", so Marquardt. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse auf der Baustelle am Kaiserkai sei eine fein abgestimmte Logistik erforderlich gewesen. "Zumal es für den Beton längere Pumpstrecken von mehr als 100 Metern gab", ergänzt Marquardt.

Mit dem Zement aus Höver wurde nicht nur Beton für verschiedenste Großbauwerke in Hannover erstellt. "Damit reiht sich das neue Wahrzeichen der Hafencity ein in eine Reihe von Hamburger Großbauten, die mit Holcim Zement entstanden sind", berichtet Marquardt stolz. "Etwa der Elbtunnel oder das Hochhaus Tanzende Türme in St. Pauli."

Die Höveraner Mitarbeiter hätten Wesentliches zum Gelingen des großen Bauwerks beigetragen: "Da steckt immer viel Teamarbeit drin", so der Unternehmenssprecher. Voraussetzung für ein solches Gelingen sei immer ein gutes Zusammenspiel der Kollegen aus dem Zementwerk in Höver mit den Betonwerken beziehungsweise den Großbaustellen.

Aus Zement entsteht Beton

Zement ist ein graues Pulver. Seine Herstellung beginnt im Steinbruch: Dort werden Kalkstein und Mergel abgebaut. In Höver wird das natürlich vorkommende Gemisch Kalkmergel verwendet. Bevor der Kalkstein weiterverarbeitet wird, gibt man Stoffe wie Sand dazu. In einer Mühle wird der Kalkstein gemahlen, dabei entsteht ein feines Mehl, bestehend aus Kalkstein, Sand und Ton - das sogenannte Rohmehl.

Das Rohmehl wird erhitzt, viele Zementhersteller fügen noch weitere Stoffe hinzu. Am Ende dieses Vorganges entsteht der sogenannte Klinker. Der Klinker wird anschließend gekühlt und gelagert und in einer Zementmühle zu Zement gemahlen. Je nach Verwendung wird Zement in Silos gelagert oder in Papiersäcke gefüllt.

Die wichtigste Eigenschaft von Zement ist, dass es sich zusammen mit Wasser wie ein Kleber verhält, der sehr hart wird. Zusammen mit Sand und Kies entsteht so der Beton.

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