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Sehnde Zu Altrosa greifen eher die Jüngeren
Aus der Region Region Hannover Sehnde Zu Altrosa greifen eher die Jüngeren
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15:05 25.11.2018
Ludger Goeke, Betriebsleiter der Dorffgärtnerei, im Gespräch mit Stammkundin Barbara Nolz. Quelle: Michael Schütz
Ilten

Auf den ersten Blick scheint die Adventsausstellung der Dorffgärtnerei in Ilten eine von vielen zu sein, die an diesem Wochenende stattgefunden haben. Weihnachtssterne sind an der Sehnder Straße zu finden, Tannenbäume stehen dekorativ in der gesamten Ausstellung, und natürlich gehen Kränze und Gestecke über den Tresen. Aber Barbara Nolz ist nicht umsonst zu einer Stammkundin der Gärtnerei des Klinikums Wahrendorff geworden. „Hier gibt es besondere Sachen“, befand die Hannoveranerin, die am Sonntag eigens aus der benachbarten Landeshauptstadt nach Ilten gekommen ist. In ihrem Garten habe sie bereits mehrere Skulpturen stehen, die sie in der Dorffgärtnerei gefunden hat. Florales wie Gestecke interessiert Nolz dagegen weniger. Sie schaue eher nach dem Künstlerischen im Angebot. „Ludger Goeke hat ein Händchen für ausgefallene Sachen“, sagte sie mit Blick auf den Betriebsleiter der Dorffgärtnerei.

Goeke selbst freute sich nicht nur über das Lob, sondern auch über den Andrang in seiner Ausstellung: „Viele Sachen waren am Sonnabend schon ausverkauft.“ Bei dieser achten Adventsausstellung habe er einen Rekordbesuch verzeichnen können. Ein Grund dafür mag auch der Arbeitsalltag in der Gärtnerei sein. Sie gehört zur Arbeitstherapie des psychiatrischen Krankenhauses und beschäftigt zwölf Bewohner des Klinikums in der Werkstatt. „Bei der Gartenpflege hört man schon, dass die Kunden uns auch deswegen den Auftrag geben.“ Über Arbeitsmangel kann sich die Dorffgärtnerei jedenfalls nicht beschweren. „Für unseren internen Klinikbereich und für die Kunden haben wir Aufträge für über 1000 Gestecke und Kränze.“ Die Bewohner werden dabei mit Handreichungen oder dem Schneiden von Tannen in den Arbeitsprozess eingebunden. „Unsere fünf Floristen sorgen dann für den Feinschliff.“

Tannenbäume und Weihnachtssterne: Nur auf den ersten Blick ist die Ausstellung der Dorffgärtnerei wie alle anderen. Quelle: Michael Schütz

Reißenden Absatz haben in diesem Jahr Gestecke in der Trendfarbe Altrosa gefunden. Goeke hat dabei die Beobachtung gemacht, dass es eher jüngere Menschen seien, die sich bei den Farben experimentierfreudig geben. „Die Älteren neigen er zur Tradition in Rot.“ Altersunabhängig ist dabei die Herangehensweise. „Die meisten kommen her, um die Ausstellung erst durchzuschauen.“ So war es auch bei Silke Gläser. Die Sehnderin schaute sich interessiert in den Räumen um. „Ich will mich inspirieren lassen“, sagte sie. Sie werde sicher etwas mitnehmen. „Aber ich suche auch Ideen für Dinge, die man zu Hause selbst machen kann.“

Von Michael Schütz

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