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Sehnde 458 Unterschriften für Tempo 30 in Rethmar
Aus der Region Region Hannover Sehnde 458 Unterschriften für Tempo 30 in Rethmar
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15:55 23.11.2018
Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (rechts) unterhält sich mit der Delegation aus Rethmar mit Daniela Amelunxen (von links), Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch, Marion Schiller, Beate Kirchhoff und Marina Franke. Quelle: Achim Gückel
Rethmar

Rethmars Bürger haben ihre Forderung nach einer Verkehrsberuhigung auf der Ortsdurchfahrt eindrucksvoll untermauert. Insgesamt 458 Bürger aus der Ortschaft unterzeichneten in den vergangenen Wochen die Listen einer Initiative. Am Donnerstagnachmittag haben die Rethmarerinnen Marion Schiller, Marina Franke und Daniela Amelunxen die Papiere an Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke übergeben. Begleitet wurden sie dabei von Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch und Beate Kirchhoff aus dem Ortsrat. Lehrke versicherte der Delegation aus Rethmar: „Ich bleibe an der Sache dran“. Konkretere Zusagen machte er jedoch nicht.

Schiller, Franke und Amelunxen hatten zuvor nachdrücklich geschildert, für wie gefährlich viele Rethmarer die Situation an der Bundesstraße 65 im Dorf empfinden. Es gehe um nicht weniger als die Sicherheit im Dorf. Das hohe Verkehrsaufkommen, rücksichtsloses Verhalten von Autofahrern, zu schnelles Fahren und das Bedrängen von Radfahrern auf dem für sie vorgesehenen Fahrstreifen seien die schlimmsten Probleme. Und der Lärm führe zu gesundheitlichen Betastungen. „Diese Straße ist sehr gefährlich. Man nimmt billigend in Kauf, dass dort was passiert“, sagte Franke. Bisher sei man aber mit seinen Forderungen stets auf taube Ohren gestoßen. „Wir fühlen uns nicht verstanden und nicht in angemessener Weise geschützt“, warfen die Rethmarerinnen dem Bürgermeister vor.

Konkret geht es den Bürgern aus der Ortschaft um eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 auf der häufig vom Umleitungsverkehr stark belasteten Ortsdurchfahrt. Damit dieses Tempo auch eingehalten wird, müsse ein fest installiertes Radargerät her. Das gebe es auf besonders stark belasteten Straßen in anderen Ortschaften in der Region schließlich auch.

Die Rethmarer haben für ihr Dorf außerdem „eine besondere Situation“ (Schiller) ausgemacht. An der Hauptstraße kreuzten sich viele Routen – jene von Eltern mit Kindern und jene zu Bushaltestellen, dem Dorfladen, zur Kirche und dem Restaurant im Gutshof sowie Schul- und Einkaufswege. Die gute Infrastruktur in Rethmar sei positiv zu bewerten, sie sorge aber auch für viel Bewegung von Fußgängern und Radfahrern, und daher gehöre auch eine sichere Bundesstraße zum Gesamtbild.

„Ihr Engagement erkenne ich an“, sagte Lehrke an die Delegation aus Rethmar gerichtet. Er erinnerte daran, dass die Stadt derzeit sowohl an einem Verkehrsentwicklungsplan, also auch an einem Lärmaktionsplan arbeite, die beide im kommenden Jahr vorliegen sollen. Darin werde es auch um Verkehrsbelastungen gehen. Im Übrigen sei man mit Blick auf die Probleme in Rethmar auch auf Unterstützung angewiesen, etwa der Polizei sowie des Landes als sogenanntem Baulastträger der Bundesstraße.

Von Achim Gückel

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