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Sehnde Höver: Erbbauvertrag ist bis 2068 verlängert
Aus der Region Region Hannover Sehnde Höver: Erbbauvertrag ist bis 2068 verlängert
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17:31 27.01.2019
Bis auf den Vorsitzenden Wolfgang Großmann (Zweiter von rechts) wollen Schießsportleiter Torsten Hein (von links), Schatzmeister Horst Weidner und Schriftführerin Susanne Hein ihre Ämter im nächsten Jahr aufgeben. Quelle: Privat
Höver

Die Zukunft der Schützengesellschaft Höver ist gesichert – jedenfalls was das eigene Schützenheim betrifft. Der Erbbaupachtvertrag für das Grundstück in der Schützenstraße ist von der Stadt für weitere 50 Jahre bis zum Jahr 2068 verlängert worden. Das hat der Verein am Sonnabend auf seiner Jahresversammlung bekannt gegeben. Das Vereinsheim werde deshalb in diesem Jahr baulich auf Vordermann gebracht. Das sei auch eine gute Nachricht für ganz Höver, meint der zweite Vorsitzende Detlef Busse. Denn das Schützenheim sei der Mittelpunkt im Ort, fast so wie ein Dorfgemeinschaftshaus: „Dort finden Ortsratssitzungen und Veranstaltungen anderer Vereine wie Unser Höver oder des Lehrschwimmbeckens statt.“

Allerdings gab es bei der Versammlung auch einen Wermutstropfen: Die beliebten Bürgerabende werden für zunächst ein Jahr ausgesetzt. „Wir brauchen mal eine Pause“, sagt Busse, der das Schützenheim mit seiner Frau betreibt. Mehr als 60 Veranstaltungen habe man bereits über die Bühne gebracht, ob im Vereinsheim oder außerhalb wie auf dem Hexenplatz. Außerdem gebe es manchmal Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen wie beispielsweise mit dem Grünkohlessen anderer Vereine.

44 Mitglieder fanden den Weg ins Schützenheim. Quelle: Privat

Nach der Aufrüstung mit einer Meytonanlage vor vier Jahren, wo nicht auf Scheiben, sondern elektronisch geschossen wird, ist in diesem Jahr das Schützenhaus selbst an der Reihe. Denn auch der Schützenverein aus Bilm schießt dort mangels eigener Anlage. Dazu gehören etwa neue Fenster und die Dämmung des Dachs. Einen Einschnitt bedeute auch der gerade entstehende Anbau für die benachbarte Grundschule Höver, verdeutlicht Busse. Der neue Trakt sei eine „riesige, sieben Meter hohe Wand“: „Da gab es in der Versammlung ein Raunen.“

Doch der Anbau diene nicht nur Höver, sondern könne sich auch vorteilhaft bei Veranstaltungen im Schützenheim auswirken. Der Bau wirke dann wie eine Schallschutzwand, sodass sich Nachbarn vermutlich nicht mehr gestört fühlten, wenn die Musik nach draußen über den bisher offenen Schulhof halle oder Gäste vor der Tür rauchten. Zudem sei ein 11 Meter großer Abstand zwischen den Gebäuden vorgesehen. „Damit kann man leben“, resümiert Busse. Allerdings müsste dafür der Weihnachtsmarkt vor der Haustür in Zukunft verlegt werden. Auch der Vorstand wird sich verändern. Schießsportleiter Torsten Hein, Schatzmeister Horst Weidner und Schriftführerin Susanne Hein haben angekündigt, ihr Amt im nächsten Jahr aufzugeben.

Gedanken mache sich der Verein auch um die Werbung von neuen Mitgliedern. Bei der Jahreshauptversammlung habe man drei Neue begrüßen können und damit jetzt 192 Schützen in Höver. Doch man peile noch in diesem Jahr die 200-Mitglieder-Marke an. „Wir brauchen aber nicht nur die Jungen, sondern auch die Eltern im mittleren Alter“, betont der zweite Vorsitzende. Denn das Durchschnittsalter liege bei rund 60 Jahren. Die Traditionspflege wie die Ausmärsche sei zwar ein Schwerpunkt des Vereinslebens, doch man müsse auch neue Wege beschreiten und mit einer neuen Art der Öffentlichkeitsarbeit wie etwa WhatsApp-Gruppen versuchen, Höveraner zu erreichen. „Mit einem Tag der offenen Tür lockt man kaum noch jemand hinter dem Ofen vor“, urteilt Busse. Das wolle man bei einem Workshop ausloten. Auch andere Feste wie beispielsweise ein „Bierbaumaufstellen“ mit anderen Vereinen am zentralen Brunnenplatz könnten dazu beitragen.

Ehrungen gab es bei der Jahresversammlung nicht. Und die Sieger der Herbstmeisterschaft hatte der Verein bereits bei einem gesonderten Termin vor zwei Wochen ausgezeichnet, um die Gewinner besonders zu würdigen.

Von Oliver Kühn

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