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Sehnde Autoreifen mit Felgen landen im Wald
Aus der Region Region Hannover Sehnde Autoreifen mit Felgen landen im Wald
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11:14 18.03.2019
Philipp Georg Klages (rechts) und seine Mitstreiter sammeln am Wäldchen zwischen Bilm und Wassel Autoreifen ein. Quelle: Michael Schütz
Bilm/Höver/Bolzum

Trotz des ergiebigen Regens am Sonnabend haben sich in zwei von drei Sehnder Dörfern jeweils rund 30 Bürger aufgemacht, um in der Feldmark Müll einzusammeln. In Bilm und Höver schwärmten die Trupps aus, während man sich in Bolzum dafür entschied, die Aktion um eine Woche zu verschieben. „Wir haben die Wettervorhersage gesehen, und uns für die Absage entschieden“, sagte Bolzums Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann. „Am kommenden Wochenende soll besseres Wetter sein.“ Und so wird in Bolzum der Müll am Sonnabend,23. März, eingesammelt. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Alten Kläranlage.

Autoreifen mit Felgen landen im Wald

In Bilm dagegen machten sich die Freiwilligen trotz des unablässigen Regens auf den Weg in die Feldmark. „Das Wetter ist egal“, sagte Dirk Bartels, dessen Jägerschaft die Aktion seit Jahren organisiert. Schließlich waren auch dieses Mal wieder rund 30 Helfer gekommen. Ausreißer nach oben und unten habe es bei der Teilnehmerzahl sicher in der Vergangenheit geben, meinte Bartels. „Aber 30 sind Standard.“

In Höver wird nach dem Müllsammeln der Grill angeworfen. Quelle: Michael Schütz

Ein besonderes Ärgernis war dem Bilmer ein ganzer Haufen Autoreifen, die ein Zeitgenosse, teilweise noch auf der Felge, an der Straße nach Wassel in den Wald gekippt hat. „Ich verstehe gar nicht, dass die keine Angst haben, dabei gesehen zu werden“, wunderte sich Helfer Frank Konerding angesichts der nahen Straße.

Konerding war mit Philipp Georg Klages, Carsten Scholz, Venja Peters und Marie Koch zum Aufladen der Reifen eingeteilt worden. Der größte Teil des Mülls seien aber Dinge, die man im Auto bei sich habe, sagte Klages. „Wir finden da Taschentücher, Zigarettenschachteln oder Kaffeebecher.“ Das werde einfach aus dem Auto geworfen. Was die Gegenstände jenseits dieser Gebrauchsgegenstände angehe, regte Bartels an, die Müllentsorgung einfacher zu gestalten. „Wenn jemand Asbest zum Recyclinghof bringt und abgewiesen wird, muss man sich nicht wundern, wenn das im Wald landet.“

Viele Wodka- und Weinflaschen weggeworfen

Der Müll, der in der Landschaft eingesammelt wurde, landete in einem Container, den der Müllentsorger Aha auf den Schützenplatz gestellt hatte. Dorthin kam auch der Abfall, den die Nachbarn aus Höver bei ihrer Aktion gesammelt hatten. Besonders auffällig sei gewesen, dass viele leere Wodka-Flachmänner oder Weinflaschen gefunden wurden, sagte Ortsbürgermeister Christoph Schemschat. Ein Bettgestell und ein Wäscheständer seien ebenfalls dabei gewesen.

Und auch in Höver haben sich Reifen angefunden. „Man muss allerdings sagen, dass die Menge des Mülls weniger geworden ist“, meinte der Sozialdemokrat. Deswegen seien die 30 Helfer auch schon früher als gedacht fertig gewesen. „Es gab tatsächlich schon schlimmere Jahre“, meinte Uwe Eichelkraut, der in Höver wohnende Sehnder DLRG-Chef. Das habe möglicherweise damit zu tun, dass gerade das Thema Plastikmüll stark in den Medien sei.

Nach dem frühen Ende in Höver war aber noch nicht daran zu denken, nach Hause zu gehen. Wie in Bilm auch, trafen sich die Helfer, darunter 16 Jugendliche und Kinder der Feuerwehr, in der Feuerwache zum Grillen.

Von Michael Schütz

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