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Sehnde Haimar wird (fast) von einer Familie regiert
Aus der Region Region Hannover Sehnde Haimar wird (fast) von einer Familie regiert
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15:58 28.04.2019
Jugendkönig Hubertus Sagebiel wird von seinen Mitschützen in die Luft geworfen. Quelle: Michael Schütz
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Haimar

Ehre, wem Ehre gebührt, hieß es am Sonnabend in Haimar. Dort feierte der Schützenverein seine neuen Majestäten mit dem Schützenfest, zu dem auch das Aufhängen der Scheiben am Sonnabend gehörte. Nun wollte es die Ergebnisliste, dass zwei der frischgebackenen Könige dieselbe Adresse haben. Anstatt aber gleich zwei Scheiben auf einen Rutsch aufzuhängen, bekam jeder König seinen eigenen Aufmarsch.

Jede Majestät bekommt eigenen Aufmarsch

Nachdem Jugendkönig Hubertus Sagebiel seine Scheibe mit Ehrentanz und dem traditionellen Hochwerfen gebührend in Empfang genommen hatte, trat der gesamte Zug an, um einmal um die Kirche und dann wieder auf den Hof Sagebiel zu laufen. „Das gehört sich so“, erklärte Schützenchef Mario Hinz. „Jede Majestät hat ein Recht darauf, einzeln begrüßt zu werden.“ Also bekam Volkskönig Justus Sagebiel, der Bruder des Jugendkönigs, seinen eigenen Aufmarsch.

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Fortsetzung folgt: Die Schützen beim ersten Marsch auf den Hof Sagebiel. Quelle: Michael Schütz

Apropos Sagebiel: Die beiden Brüder in der Küsterstraße waren nicht die einzigen Titelträger der Familie. Ihre Tante Gabi Sagebiel hat den Titel der Königin errungen. Lediglich beim König müssen sich die Haimarer in der Schützenfestsaison an einen anderen Namen gewöhnen. Den Titel hat sich Arne Ladenthien geholt. Aber der Name Sagebiel war auch hier nicht weit weg, denn Udo Sagebiel landete auf dem dritten Platz hinter Stefan Meyer.

„Ich fühle mich aber gut aufgehoben“, befand der König im Kreise der anderen Majestäten. Er habe in diesem Jahr endlich einmal Zeit gehabt, auf die Scheibe zu schießen, meinte Ladenthien. Als Einkaufsleiter eines Unternehmens sei er sonst im April immer beruflich in China. „Jetzt hat es mal geklappt.“

Die Majestäten Justus Sagebiel, Gabi Sagebiel, Arne Ladenthien und Hubertus Sagebiel. Quelle: Michael Schütz

Die Königin war über ihren Sieg selbst überrascht. Seit einiger Zeit wird bei der Königsscheibe nicht mehr der Teiler, sondern es werden die Ringe gezählt. Da habe sie eigentlich keine Chance, befand Gabi Sagebiel. „Aber so kann man sich täuschen.“ Neffe und Volkskönig Justus Sagebiel ist der einzige in der Familie, der nicht im Verein ist. „Ich wollte unbedingt auf die Volksscheibe schießen.“ Aber langfristig werde es wohl dazu kommen, dass auch er der Familientradition nachkommt und in den Verein eintritt.

Schützenchef über gute Beteiligung erfreut

Schützenchef Hinz zeigte sich von der Beteiligung am Fest angetan. Besonders die Kranzniederlegung am Ehrenmal sei gut besucht gewesen. Das fand zum zweiten Mal nicht sonnabends, sondern zu Beginn des Fests am Freitag statt. „Danach sind gleich noch Leute mit aufs Zelt gekommen“, zog er eine positive Bilanz. Neben den Vereinsscheiben wurden beim Schützenfest noch die Junggesellenscheibe an Jonas Fischer und die Feuerwehrscheibe an Andreas Struss übergeben.

Von Michael Schütz