Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sehnde So war der erste HAZ-Stammtisch in Sehnde
Aus der Region Region Hannover Sehnde So war der erste HAZ-Stammtisch in Sehnde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:09 13.11.2019
Eine muntere Debatte: Die Leser geben dem Redaktionsteam um Leiterin Antje Bismark (Zweite von links) allerhand Anregungen mit auf den Weg. Quelle: Achim Gückel
Sehnde

Es ist ein Gespräch am Abend. Aber es ist erst einmal ganz viel vom Frühstück die Rede. Nämlich davon, dass ein Start in den Tag ohne die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) und deren lokale Berichterstattung über Sehnde undenkbar wäre. „Wenn man die Zeitung liest, ist man eher über die wichtigsten Dinge im Bilde als der Rest von Sehnde“, sagt Andreas Niesel. Und diesen Informationsvorsprung wolle er nicht missen.

Niesel ist einer der HAZ-Leser, die am Dienstagabend einer Premiere beiwohnen. Im Saal des Restaurants La Villetta an der Breiten Straße in Sehnde gibt es erstmals einen HAZ-Stammtisch in der Region Hannover. Die Redaktion hat dorthin eingeladen, um über all das zu reden, was die Medienbranche und die Leser heute bewegt. Medienwandel und die großen Chancen neuer Onlineangebote, die Zukunft der klassisch gedruckten Zeitung und die Bedeutung verlässlicher lokaler Berichterstattung in einer Kleinstadt – um das geht es zwei Stunden lang. Mitunter kritisch, häufig voller Lob und gegen Ende der Veranstaltung auch sehr munter.

Wunsch: Lokale Berichterstattung im Medienwandel bewahren

HAZ-Lokalchefin Antje Bismark, verantwortlich für die lokale Berichterstattung von der Wedemark bis Sehnde und von Uetze bis Langenhagen, erklärt den Gästen zunächst, wie Zeitung im Tagesbetrieb gemacht wird: dass manches stets davon abhängt, wie viel Platz auf Papier zur Verfügung steht, und dass das „unendliche Internet“ der Berichterstattung ganz neue Türen eröffnet – von der Bilderstrecke über Videoformate bis hin zu blitzschneller Information über Wetterereignisse, Unfälle und Straßensperrungen oder tiefergreifender Darstellung einzelner Themen. Das Onlineangebot mache die Arbeit für Journalisten noch vielfältiger und spannender – und das Angebot für die Kunden noch informativer.

„Wir fühlen uns wohl mit der HAZ. Das Format ist prima.“: Rita-Maria Niesel ist seit einem halben Jahrhundert Leserin der Tageszeitung. Quelle: Antje Bismark

Bismark und ihr Team erhalten allerhand Lob. „Ich finde die Zeitung morgens beim Kaffee das Schönste“, sagt etwa Willy Goronczy, der eigens aus Lehrte zum Stammtisch nach Sehnde gekommen ist. „Ich finde, die Zeitung vermittelt stets wichtige Informationen. Es wäre schlecht, wenn es das nicht mehr geben würde“, betont Kurt Philippi. Und er mahnt dazu, die jüngeren Menschen mehr an die lokalen Medien zu binden. Hans-Hermann Barnstorf sagt sogar, er „mag morgens den Geruch von bedrucktem Papier“ besonders gern. Aber in seinem Dorf Gretenberg gebe es nur noch wenige Leser, und heute ändere sich in der Mediennutzung ja vieles.

Bismark betont, es sei wichtig, sich diesen Herausforderungen zu stellen, um Leser künftig in der Zeitung und im Internet kompetent zu informieren. Denn ob Kunden auf Papier oder online lesen, sei auch eine Generationenfrage. Der Herausforderung, die sich daraus für Reporter und Redakteure ergibt, stelle man sich alltäglich in einem „24-Stunden-Job“, wie die Redaktionschefin schmunzelnd bemerkt.

Kritische Fragen und einige Wünsche

Doch es gibt auch allerhand, was die Besucher des HAZ-Stammtischs kritisch hinterfragen. Niesel bemängelt etwa, dass Bilder in der Zeitung mitunter zu groß seien, es manchmal an erläuternden Grafiken fehle. Umweltthemen würden oft zu einseitig dargestellt, was insbesondere Landwirte in ein falsches Licht rücke, meint Barnstorf. Für Philippi hingegen nimmt die Berichterstattung aus Nachbarkommunen Sehndes, etwa aus Laatzen, zu viel Raum ein.

Am Ende des munteren und interessanten Abends gibt es dann schließlich noch eine Bitte der Zeitungsmacher an die Leser am Stammtisch: Wenn es Themen gibt, über die mal berichtet werden sollte, oder es Anmerkungen zu veröffentlichten Texten gibt – einfach in der Redaktion anrufen. Miteinander reden ist wichtig. Nicht nur am Leserstammtisch.

Nächster HAZ-Stammtisch in Burgwedel

Wie wirkt sich der Medienwandel auf die lokale Berichterstattung aus? Was wünschen sich Leser von ihrer lokalen Zeitung und deren Onlineangebot? Welche Themen fehlen in der Berichterstattung? Um all diese Fragen geht es in den HAZ-Leserstammtischen in der Region Hannover. Die Redaktion will in entspannter Runde Ihre Meinung hören, Erklärungen zur digitalen Arbeit liefern, Anregungen aufnehmen und auch gern Kritik entgegennehmen. Die Veranstaltung am Dienstagabend in Sehnde war die Premiere dafür. Die nächste ist bereits geplant – und zwar für Dienstag, 19. November, ab 19 Uhr im Gasthaus Am Markt in Großburgwedel, Am Markt 3.

Umfrage: Was geben Sie der Redaktion mit auf den Weg?

Quelle: Achim Gückel

Andreas Niesel:„Bringen Sie ruhig häufiger Grafiken. Das wäre zum Beispiel bei den Straßenbauarbeiten in Ilten wichtig gewesen, um die Umleitungen zu zeigen.“

Quelle: Achim Gückel

Willy Goronczy: „Die Zeitung morgens am Frühstückstisch ist noch das Schönste. Aber meine Frau liest abends zuvor manche Geschichten schon online – und ich mache das immer öfter auch.“

Quelle: Achim Gückel

Brigitte Thomas: „Ich würde gern die Ergebnisse von den großen Meisterschaften unserer Sportschützen in der Zeitung lesen. Das fehlt mir bisher.“

Quelle: Achim Gückel

Kurt Philippi:„Sie machen stets neue Ideen publik, die für Sehnde wichtig sind. Das klappt gut. Aber in letzter Zeit ist das Spektrum der Berichterstattung etwas einseitig geworden, finde ich.“

Quelle: Achim Gückel

Hans-Hermann Barnstorf:„In Texten zum Thema Umwelt entsteht oft der Eindruck, die Landwirte seien an allem Schlechten schuld. Ich wünsche mir mehr fragende als manifestierende Darstellungen.“

Quelle: Achim Gückel

Rita-Maria Niesel:„Ich lese täglich eine Stunde lang die Zeitung. Und das schon seit 50 Jahren. Ohne sie würde mir wirklich etwas fehlen.“

Von Achim Gückel

Mit viel Swing kommt die Big Band Ahlten am Sonnabend, 30. November, in die Barockkirche Ilten. Der Erlös des Konzerts soll für die Sanierung der Vater-Orgel in der Kirche verwendet werden.

12.11.2019

Die Kinder aus der wegen Einsturzgefahr geschlossenen Kita am Ladeholz werden wohl noch ein halbes Jahr an den fünf verschiedenen Standorten bleiben müssen, auf die sie verteilt wurden. Anschließend sollen sie mehrere Jahre in Containern auf einem möglichst zentral gelegenen Grundstück in Sehnde betreut werden.

12.11.2019

Für Schnäppchenjäger wird es Zeit: Am Sonntag, 17. November, endet die Internetversteigerung von Fundsachen der Stadt Sehnde.

12.11.2019