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Sehnde Gehweg an B 65 in Köthenwald kommt nicht
Aus der Region Region Hannover Sehnde Gehweg an B 65 in Köthenwald kommt nicht
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10:21 15.11.2019
Von dem Grünstreifen (links im Bild) in Höhe des Reiterguts Köthenwald bis zum Zebrastreifen an der Straße Köthenwald (im Hintergrund) in Höhe des Klinikums Wahrendorff sollte der Gehweg an der B 65 führen. Quelle: Katja Eggers
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Ilten

Die Ortsdurchfahrt Köthenwald (B 65) vom Reitergut bis zur Straße Köthenwald ist viel befahren – und für Fußgänger sehr gefährlich, sagt Jörn Bluhm, Mitglied des Ortsrats Ilten und Sprecher der dortigen SPD-Fraktion. Denn an dieser Stelle gebe es keinen Gehweg. Deshalb wollten die Sozialdemokraten in der jüngsten Sitzung des Gremiums den Bau einen etwa 50 Meter langen Fußwegs bis zum Zebrastreifen in Höhe des Klinikums Wahrendorff beantragen. Doch sie mussten den Vorschlag zurückziehen – weil die eigenen Genossen diesen nach Angaben Bluhms bei einer Klausurtagung als zu teuer abgelehnt hatten.

Graben müsste vertunnelt werden

„Ich sehe das kritisch“, sagt der frischgebackene Ratsherr. Er sehe zwar ein, dass auf die Stadt etwa mit dem Bau der Sporthallen und einer neuen Kita sowie der Erweiterung der KGS große finanzielle Belastungen zukämen. „Aber diese Stelle ist gefährlich“, meint er. Bluhm beziffert die Kosten mit rund 35.000 Euro, weil der dortige Graben an dem Grünstreifen mit einem Rohr vertunnelt werden müsste, bevor darüber ein Gehweg gebaut werden könnte. Doch die Straße Köthenwald verbinde an der B 65 eine Wohnsiedlung mit fünf Gebäuden, die ebenso wie viele Nutzer des Reitstalls zu Fuß unterwegs seien. Seine eigene Tochter sei dort nach einem Besuch sogar einmal angefahren worden, zum Glück sei nichts Schlimmes passiert.

Für Fußgänger gebe es derzeit nur drei Möglichkeiten, die Straße Köthenwald zu erreichen: Sie müssten entweder am Zebrastreifen über die B 65 und anschließend an der Ortsdurchfahrt „vollkommen ungesichert“ auf einem Trampelpfad entlang gehen, über den privaten Parkplatz vom Reitverein laufen oder auf dem Fuß- und Radweg an der B 65 entlang gehen und die Straßenseite über einen Grünstreifen an einer „ungesicherten Stelle“ wechseln. „Alle drei Möglichkeiten sind völlig inakzeptabel“, moniert Bluhm. „Die Situation gefährdet die Fußgänger und behindert den fließenden Verkehr.“

Ratsherr: „Bin damit nicht glücklich“

Dabei sei das Projekt vor vier Jahren nach vorangegangener Diskussion von der für Bundesstraßen zuständigen Verkehrsbehörde schon einmal positiv beschieden worden. Doch im Jahr darauf sei es vom Rat nicht mehr bewilligt worden. Weil sich danach auch die Absichten von Wahrendorff zerschlagen hätten, das Gelände eines einsturzgefährdeten Hauses nach dessen Abriss zu kaufen und dort einen öffentlichen Gehweg zu erstellen, sei das Projekt zum Erliegen gekommen. Jetzt gebe es dort nur den Parkplatz des Reitvereins – ohne richtigen Fußweg. Das „Nein“ seiner eigenen Parteigenossen muss er jetzt akzeptieren. „Ich bin damit nicht glücklich“, gesteht Bluhm.

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Von Oliver Kühn

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