Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sehnde Gerhard Ehlers hat schon 130-mal Blut gespendet
Aus der Region Region Hannover Sehnde Gerhard Ehlers hat schon 130-mal Blut gespendet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:10 14.07.2019
„Der achte Ausweis ist auch bald vollgestempelt“: Gerhard Ehlers hat seine Blutspender-Pässe aufgehoben. Quelle: Katja Eggers
Ilten

„Ach Gott, so viele sind das schon“, sagt Gerhard Ehlers, als er seine Blutspender-Pässe vor sich auf dem Tisch ausbreitet. Sieben Stück sind es mittlerweile. Jeder ist voll mit Stempeln. Jeder steht für eine Blutspende. Mit jeder einzelnen kann Leben gerettet werden. Ehlers zählt mittlerweile 130 Blutspenden. Die letzte war im Mai in Bilm. Vom DRK-Ortsverein Ilten-Höver-Bilm gab es dafür als Dankeschön einen Einkaufsgutschein und einen Blumenstrauß.

Dass das Ganze jetzt auch noch in der Zeitung veröffentlicht wird, ist dem 71-Jährigen fast schon unangenehm. „Das muss man doch gar nicht so an die große Glocke hängen“, findet er. Dass er schon seit mehr als 40 Jahren regelmäßig zur Blutspende geht, ist für ihn selbstverständlich und inzwischen Routine. Ein Arbeitskollege habe ihn seinerzeit auf die Blutspenden beim DRK aufmerksam gemacht. „Ich dachte, dass das eine gute Sache ist, und bin einfach mal hingegangen“, erinnert sich der Iltener.

Blaue Flecken gab es nie

Seine erste Spende hat er damals in Lehrte abgegeben. Aber auch in Ahlten und Bolzum war er schon dabei. Seit er in Ilten wohnt, geht er meistens zu den Terminen des DRK-Ortsvereins Ilten-Bilm-Höver. Vor Ort geht die Sache mittlerweile fix. „Hingehen, hinlegen, kleiner Pieks, aufstehen – fertig“, sagt Ehlers.

Probleme gab es noch nie. Der Iltener ist weder schon mal umgekippt, noch hat er Kreislaufprobleme gehabt. Angst vor Nadeln kennt er sowieso nicht. Blaue Flecken in der Armbeuge gab es nach den Einstichen auch noch nie. „Die Helfer machen das immer sehr, sehr gut“, betont Ehlers. Für die Blutspende nimmt der Rechtshänder immer den linken Arm. „Da liegen die Venen irgendwie besser“, sagt er.

In den Blutspender-Pässen wird jede Blutspende mit einem Stempel dokumentiert. Quelle: Katja Eggers

Spender stärken sich am Büfett

Wo sein Blut hingeht, ist ihm egal: „Hauptsache, es wird damit jemandem geholfen.“ Geld bekommt Ehlers für seine Spende nicht. Nach der Blutabnahme stärkt er sich aber gern am DRK-Büfett. Früher habe es immer fertige Schnittchen gegeben. Heute schmieren sich die Spender ihre Brötchen selbst. Manchmal gibt es auch eine Suppe oder Würstchen.

Ans Aufhören denkt der Iltener noch nicht. Dass er die 150. Blutspende schafft, hält er jedoch für unwahrscheinlich. „Irgendwann bin ich vermutlich zu alt“, sagt der Rentner. Die starre Altersgrenze hat das DRK vor Jahren aufgegeben. Neuspender dürfen nun bis zum vollendeten 68. Lebensjahr zur ersten Spende zugelassen werden. Wiederholungsspender wie Ehlers lädt das DRK bis zum vollendeten 72. Lebensjahr ein. Wer gesund ist, kann nach Entscheidung eines Arztes auch noch nach dem 72. Lebensjahr spenden.

Am 22. Juli wird gespendet und gegrillt

Ehlers selbst brauchte in seinem Leben bisher noch keine Blutspende. Auch in seinem Familien- oder Freundeskreis war noch nie jemand betroffen. „Aber man weiß ja nie, ob das vielleicht mal kommt“, sagt Ehlers. Bei der nächsten Spende des DRK Ilten-Bilm-Höver am 22. Juli will er wieder dabei sein. Der Termin ist im ehemaligen Rathaus an der Glück-auf-Straße in Ilten und obendrein besonders. Der DRK-Ortsverein bietet dann Gegrilltes an. Die Vorsitzende Marlies Melchert lädt dazu auch stets die örtlichen Vereine ein. Das Angebot zieht. Während es sonst zwischen 60 und 70 Blutspender sind, locken die einmal jährlich stattfindenden Grilltermine mehr Blutspender an. Im vergangenen Jahr waren es 98, darunter 15 Erstspender.

Von Katja Eggers

Die Feuerwehr Sehnde hat am Freitag einen Brand in einer Zelle in der Justizvollzugsanstalt gelöscht. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Die Ursache für den Brand ist noch unklar.

14.07.2019

Unbekannte Täter haben ein Auto in Sehnde-Wassel mit Tritten und Kratzern massiv beschädigt.

14.07.2019

Sehndes Stadtarchivar Jürgen Wattenberg hat sich nach mehr als 17 Jahren von seinem Ehrenamt verabschiedet. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke dankte dem 74-Jährigen im Namen der Stadt und des Rats.

12.07.2019