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Sehnde Alter Öltank behindert Bauarbeiten an Schule
Aus der Region Region Hannover Sehnde Alter Öltank behindert Bauarbeiten an Schule
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00:17 16.02.2019
Der Öltank hängt an der Baggerschaufel. Quelle: privat
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Höver

 Bei Bauarbeiten treten bekannterweise immer mal wieder böse Überraschungen auf. Auf dem Gelände der Grundschule in Höver ist dies jetzt auch der Fall gewesen. Bei den vorbereitenden Arbeiten für den Erweiterungsbau des Hortes wurde im Boden ein alter, stillgelegter Heizöltank entdeckt. Der Behälter lagerte etwa vier Meter vom Altbau der Schule entfernt im Erdreich. Ein Bagger hat den etwa sechs Meter langen und 1,50 Meter hohen Tank vorsichtig an einer Kette aus dem Erdreich gehoben und zum Abtransport sowie zur anschließenden Entsorgung auf die Ladefläche eines Lastwagens gehievt.

Labor findet keine Giftstoffe

Der alte Öltank wurde seinerzeit geleert, mit Sand verfüllt und blieb dann im Erdreich. Quelle: privat

Das Gewicht des leeren Tanks schätzt Bauleiter Joachim Beike auf etwa drei oder vier Tonnen. Der Behälter habe ein Fassungsvermögen von rund 20 Tonnen gehabt und in der Vergangenheit wohl das Heizöl für die Heizung der Grundschule beinhaltet. Als er nicht mehr benötigt wurde, sei er mit Sand aufgefüllt worden und dann im Boden verblieben. „Das war früher ein gängiges Vorgehen“, erklärt Fachdienstleiter Wolfgang Bruns von der Stadt.

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Bevor der Öltank ausgebaut und fachmännisch entsorgt werden konnte, hatte die Stadt ein Labor eine sogenannte Beprobung durchführen lassen. Dabei wurde Proben auf Giftstoffe wie Teer und Asbest getestet. „Es wurde aber nichts gefunden“, erklärt Beike. Auch Bruns betont, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestanden habe. Die ganze Aktion hat die Bauarbeiten jedoch um mehr als zwei Wochen in Verzug gebracht. „Lange gedauert haben vor allem die Laborarbeiten“, berichtet Beike.

Neubau soll im April 2020 fertig sein

Der Bagger setzt den Tank auf der Ladefläche eines Lastwagens ab. Quelle: privat

Die Grube, in welcher der Öltank gelegen hatte, ist mittlerweile aufgefüllt worden. Derzeit laufen die Vorarbeiten für die Verlegung der Versorgungsleitungen, das Fundament und die Bodenplatte des Neubaus. „Wir hoffen, dass es jetzt ohne neue Überraschungen zügig weitergeht“, sagt Beike. Der neue Gebäude auf dem Schulhof der Ganztagsschule soll laut Bruns etwa im April 2020 fertiggestellt sein und nach den Osterferien in Betrieb gehen. Die Erweiterung kostet rund 2,7 Millionen Euro. Der zweigeschossige Neubau wird Klassenräume, Fachunterrichtsräume, Verwaltung und eine Mensa beherbergen. Derzeit nehmen die Schüler ihr Mittagessen noch im benachbarten Schützenheim ein.

Von Katja Eggers