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Sehnde Ortsrat sammelt Wünsche für den Haushalt
Aus der Region Region Hannover Sehnde Ortsrat sammelt Wünsche für den Haushalt
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00:22 25.10.2018
Im ehemaligen Iltener Rathaus soll es nach wünschen des Ortsrates künftig kostenfreies WLAN geben. Quelle: Patricia Oswald-Kipper
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Ilten

Für die laufenden Haushaltsberatungen hat der Ortsrat Ilten in seiner jüngsten Sitzung seine Wünsche angemeldet. Insgesamt brachten SPD und CDU neun Vorschläge für das Haushaltsjahr 2019 ein – und für alle Vorhaben plädierte der Ortsrat einstimmig.

Ganz oben auf der Wunschliste der Sozialdemokraten stand die Einrichtung von drei Hotspots in Ilten. Die Punkte, an denen Nutzer kostenlosen Internetzugang erhalten, sollen nach Vorstellungen der SPD an der Turnhalle, am ehemaligen Rathaus und am Raiffeisenplatz sein. „Die Einrichtung der Hotspots kostet 450 Euro zuzüglich einer monatlichen Gebühr von etwa 60 Euro“, sagte SPD-Fraktionssprecher Jörg Bluhm.

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Im Zeitalter der Digitalisierung sei das eine „gute Sache“, sagte Christdemokrat Sepehr Sardar Amiri. Er gab nur zu bedenken, dass viele Städte Probleme mit dem freien WLAN hätten. Deshalb plädierte Amiri vorerst nur für einen Hot Spot. „Und auch wegen der Kosten.“ Auch Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse (SPD) favorisierte das ehemalige Rathaus als künftigen Standort für freies Internet. Für die Jugendlichen sprang Parteikollege Jörg Bluhm in die Bresche und schlug vor, ebenfalls an der Turnhalle an der Hugo-Remmert-Straße einem Hotspot einzurichten. Diesen Vorschlag befürworteten alle Politiker.

Weil die Bushaltestelle der Linie 371 an der Straße am Park sehr stark frequentiert wird –insbesondere morgens von Schulkindern – soll eine Überdachung die Wartenden vor Regen und Kälte schützen. Deshalb regten sowohl SPD wie auch CDU gemeinsam für den Haushalt im nächsten Jahr ein Wartehäuschen an der Bushaltestelle an der Straße Am Park an der Ecke der Straße Uhlenflucht an. Die CDU schätzte die Kosten für die Überdachung auf etwa 4300 Euro.

Ein Wartehäuschen schlagen die Politiker in Ilten an der Straße Im Park auf, weil diese sehr stark frequentiert wird. Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Ein Dorn im Auge ist den Sozialdemokraten die Verkehrsinsel an den Straßen Im Kick und Vogtkamp. Die Verkehrsinsel sei mit etwa 175 Quadratmetern und in ihrer ovalen Form völlig überdimensioniert“, argumentierte Fraktionssprecher Jörg Bluhm für den Rückbau der Verkehrsinsel, die auf der Straße auch noch mit Palisaden abgegrenzt werde. „Diesen Palisaden müssen die Autofahrer ausweichen und geraten dabei in Gefahr in den Graben an der Straße am Vogtkamp hineinzuruschen“, begründete der Fraktionssprecher weiter. Die Gefahr sei gerade in den Wintermonaten bei Eis und Schnee sehr akut. Der Rückbau wird auf 16 000 Euro geschätzt.

Weiter wünschten sich die Politiker die Sanierung der Gehwege am Bärenkampsgraben für 14.000 Euro sowie an der Glück-Auf-Straße für rund 55.000 Euro. Zudem beantragte die CDU eine Umgestaltung der Bushaltestellen an der B 65 für rund 70.000 Euro. Diskussionen darüber hat es schon lange gegeben. Die Ortsdurchfahrt in Ilten war erst vor sechs Jahren saniert worden. Dabei hatte man die Haltebuchten der Busse zurückgebaut. Seitdem halten die Busse auf der Straße. „Das führe im Berufsverkehr zu langen Rückstaus“, erläuterte Heike Benecke den Antrag der CDU. „Deshalb fordern wir den Rückbau.“

Damit parkende Fahrzeuge den Verkehr an der Ferdinand-Wahrendorff-Straße 7 nicht weiter behindern, schlug die CDU vor, dort Halteverbotsschilder für insgesamt 1.000 Euro aufzustellen. Ein weiterer Antrag war die Anschaffung von Geräten auf dem Spielplatz Bärenkampsgraben. Zudem beantragte die CDU eine Rückstellung von 50.000 Euro für das Entwässerungsproblem bei den Grundstücken an der Straße Habenharst.

Von Katerina Jarolim-Vormeier