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Sehnde Pläne für den Radweg zwischen Bilm und Wassel sind fertig
Aus der Region Region Hannover Sehnde Pläne für den Radweg zwischen Bilm und Wassel sind fertig
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16:48 27.08.2019
Bald kommt der Radweg: Das Projekt zwischen Bilm und Wassel könnte bis zu 800.000 Euro kosten. Quelle: Achim Gückel
Bilm/Wassel

Er wird etwa 2,3 Kilometer lang, 500.000 bis 800.000 Euro teuer und die Ortschaften Bilm und Wassel auf eine ganz neue Weise miteinander verbinden: Im kommenden oder im übernächsten Jahr soll der seit vielen Jahren heiß ersehnte Radweg entlang der Kreisstraße 143 entstehen. Doch die Pläne für das Projekt, die jetzt in einer gemeinsamen Ortsratssitzung der Wasseler und Bilmer vorgelegt wurden, haben auch ein paar Haken. Unter anderem müssen dort, wo die Kreisstraße durch den Köthener Wald verläuft, einige Bäume gefällt werden. Eine besonders stattliche Eiche am Waldrand wird aber möglicherweise erhalten. Um sie könnte der Radweg einen Schlenker machen.

Bilms Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (CDU), der die Sitzung leitete, schwelgte am Montagabend ein wenig in Erinnerungen. Im Jahr 1991 sei der mögliche Bau des Radwegs eines der ersten Themen gewesen, mit dem er sich als damals frisch gewähltes Ortsratsmitglied beschäftigt habe. Nach 28 Jahren also werde aus dem Wunsch von damals endlich ein konkretes Projekt.

Finanzierung steht seit Anfang 2018 fest

Anfang 2018 hatte es die frohe Kunde gegeben, dass für das schon seit Jahren nicht mehr umstrittene, sondern längst als wichtig erachtete Projekt endlich Geld gebe. Der Bund hatte damals mitgeteilt, er stelle der Region Hannover 4,3 Millionen Euro für den Ausbau des Radwegenetzes zur Verfügung. Teile dieser Summe sollen nicht allein in den Radweg zwischen Wassel und Bilm fließen, sondern auch in eine Radwegeverbindung zwischen Dolgen und Evern.

Der Radweg entlang der K143 soll laut bisheriger Planung östlich der Straße verlaufen. Das erspart den Planern unter anderem Verhandlungen mit dem Unternehmen Holcim, das westlich der Kreisstraße seinen Mergelbruch betreibt und diesen auch erweitern darf. Mit der Erweiterung des Bruchs auf die Ostseite der Straße sei frühestens 2035 zu rechnen.

Tempotrichter am Bilmer Ortseingang

An den Ortseingängen beider Dörfer sind sogenannte Querungshilfen vorgesehen, die Radlern den Wechsel der Straßenseite erleichtern sollen. Diese Mittelinseln werden zudem den Verkehr abbremsen, hoffen die Planer. Das Ortsschild von Bilm werde sogar etwas weiter vor das Dorf gesetzt. Außerdem soll es dort Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 70 beziehungsweise 50 Kilometer pro Stunde geben. Auch für Wassel soll eine Verlegung der Ortstafel geprüft werden.

Die Planer erläuterten im Ortsrat auch, wie der Radweg auf einer Länge von rund 360 Metern durch den Köthener Wald verlaufen soll. Dort müssen unter anderem einige stattliche Buchen gerodet werden. Würde der geplante Radweg auf der Westseite der Straße gebaut, verliefe er zwar nur für 250 Meter durch Wald. Doch dort seien mehr schützenswerte Bäume vorhanden, die dann gefällt werden müssten, argumentierte ein Planer.

Westlich oder östlich der Straße?

Das wollten einige Besucher der Sitzung so nicht stehen lassen. Den Radweg östlich der Straße zu führen sei sinnvoller, meinten sie. Unter anderem dieser Punkt wird Gegenstand der Erörterung eines Planfeststellungsverfahrens sein, das demnächst beginnen soll. Dabei können Bürger ihre Bedenken anmelden.

Um die Eiche rechts im Bild, die am Rand des Köthener Walds steht, könnte der Radweg einen Schlenker machen. Quelle: Achim Gückel

Möglicherweise wird dann noch ein weiterer Wunsch aus Bilm in die Betrachtung einfließen. Wenn Radler vom Radweg am Ortsrand auf die Straße wechseln müssten, sei das gefährlich. Und in der Ortsdurchfahrt behinderten parkende Lastwagen häufig die Radler. Man möge eine Tempo-30-Regelung für die Ortsdurchfahrt prüfen, lautete die Anregung.

Gellermann: Standfestigkeit der Eiche prüfen

Wassels Ortsbürgermeisterin Almuth Gellermann regte zudem an, zunächst die Standfestigkeit der stattlichen Eiche am Rand des Köthener Waldes zu überprüfen, bevor der aufwendige Schlenker um den Baum herum geplant werde. Die Eiche hat einen fast einen Meter dicken Stamm und eine Krone von rund 14 Meter Durchmesser.

Von Achim Gückel

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