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Sehnde Prinz von Hannover kommt wieder nach Rethmar
Aus der Region Region Hannover Sehnde Prinz von Hannover kommt wieder nach Rethmar
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07:00 16.11.2019
Heinrich Prinz von Hannover spricht im Kutschersaal im Gutshof Rethmar. Quelle: Michael Schütz (Archiv)
Rethmar

Damit hatte Museumschef Erhard Niemann wirklich nicht gerechnet: Als er bei Heinrich Prinz von Hannover vor rund sechs Wochen anrief, um mit ihm über die Präsentation des Films über das Große Freie am 24. November im Kutschersaal im Gutshof Rethmar zu sprechen, sagte der Prinz spontan sein Kommen zu.

„Er konnte sich noch an das Treffen vor zwei Jahren in Rethmar erinnern und kam von selbst auf die Idee, uns wieder zu besuchen“, berichtet Niemann, Chef des Regionalmuseums Sehnde. Der Museumsverein hat in den vergangenen Monaten einen Dokumentarfilm über die historische Siedlung des Großen Freien gedreht. Dabei stellen die Ortsbürgermeister von Harber bis Anderten ihre Orte vor. Mit Hilfe von Filmemacher Hans-Joachim Maack wurden dabei die schönsten Seiten der 14 Ortschaften des historischen Siedlungsraumes Das Große Freie eingefangen. Ein halbes Jahr habe man an dem Film gearbeitet, sagt Initiator Niemann.

Prinz war vor zwei Jahren schon mal ein Rethmar zu Besuch

Der Museumschef kennt den Prinzen von Hannover seit der Übergabe der historischen Freienfahne ans Regionalmuseum vor zwei Jahren. Das Museum hatte die Fahne damals offiziell als Dauerleihgabe übernommen. Die Fahne sollte einst König V. von Hannover, einem Vorfahren Heinrichs, im Jahr 1863 anlässlich eines Freienschießens übergeben werden. Sie sei eine Huldigung an den Landesherren gewesen, sagte Georgs Ururenkel 2017 anlässlich der Übergabe im Kutschersaal des Gutshofes. Der Historiker Heinrich Prinz von Hannover zog in seiner damaligen Ansprache Parallelen zum heutigen Europa – die Fahne sei ein Symbol des Förderalismus, sagte er. Die Rede des Prinzen sei in Rethmar sehr gut angekommen, erinnert sich der Museumschef.

Der 63-Jährige Niemann hat inzwischen einen kurzen Draht zum Welfenprinz. „Ich muss nicht mehr in seinem Büro anrufen – ich habe inzwischen auch seine Privatnummer“, gesteht der umtriebige Museumschef. Als Niemann den Prinzen vor zwei Jahren erstmals nach Rethmar holen wollte, hatte er noch ganz förmlich im Büro der Welfenfamilie auf der Marienburg angerufen. Dort habe man ihm dann die persönliche Telefonnummer des Prinzen Heinrich gegeben. „Vor dem Anruf habe ich mich aber erst einmal informiert, wie der Prinz heute förmlich angesprochen werden muss“, gesteht Niemann, dem Höflichkeit sehr wichtig ist. Mit dem Prinzen selbst sei es dann ganz unkompliziert gewesen. „Wir haben uns auf Herr Prinz von Hannover verständigt“, sagt Niemann.

Der erste Besuch in Rethmar vor zwei Jahren war sicher auch zustande gekommen, weil der Prinz dort einen Bekannten, Falk von Wackerbarth, wiedertreffen konnte. Den hatte Niemann nämlich auch eingeladen. Rüdiger Freiherr von Wackerbarth ist mit seiner Familie seit vielen Jahren auf dem Schloss Rethmar zu Hause. „Die beiden haben sich hier dann das erste Mal nach Jahrzehnten wiedergetroffen. Das hat beide offensichtlich sehr gefallen“, erinnert sich Niemann.

Museumschef: Prominenz als Unterstützung für das Museum

Auch bei der Filmvorführung am 24. November wird ein Vertreter der Familie von Wackerbarth dabei sein. Niemann rechnet diesmal mit Jens von Wackerbarth, dem jüngeren der beiden Wackerbarths-Söhne.

Der Museumschef sieht in dem prominenten Besuch vor allem eine wichtige Unterstützung für die Arbeit des Regionalmuseums. Das Museum werde in diesem Jahr erstmals die 7000er Besuchermarke knacken, freut sich Niemann.

Filmnachmittag im Kutschersaal

Das Regionalmuseum lädt für Sonntag, 24. November, um 15.30 Uhr zum Filmnachmittag in den Kutschersaal auf dem Gutshof Rethmar ein. Gezeigt wird der Film mit dem Titel „Bürgermeister und Ortsbürgermeister/innen des ehemaligen Großen Freien stellen ihre Ortschaft vor.“

Der zweite Film mit dem Titel „Dorfleben in Rethmar 1957“, ist laut Museumschef Erhard Niemann ein Klassiker. Die Leihgabe stammt vom Männergesangverein Einigkeit Rethmar von 1879. Der Film ist 54 Minuten lang, unvertont und läuft in Schwarz-Weiß. Für die Saalmiete wird ein Kostenbeitrag von 5 Euro pro Person erhoben. pos

Eindrücke vom Schützenfest 1957 – hier auf einem Foto Altkönig Georg Schönrock und Jungkönig Georg Kruse sowie viele Rethmarer – sind beim Filmnachmittag im Kutschersaal auf dem Gutshof Rethmar in bewegten Bildern zu sehen. Quelle: Privat

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