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Sehnde Sanierung beendet: Spritzenhaus und Schlauchturm erstrahlen in neuem Glanz
Aus der Region Region Hannover Sehnde Sanierung beendet: Spritzenhaus und Schlauchturm erstrahlen in neuem Glanz
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00:16 30.06.2019
Noch ist die Spitze des Schlauchturms eingerüstet: Am Freitag soll das neue Kupferdach komplett zu sehen sein. Quelle: Oliver Kühn
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Höver

Das Gebäude hat mehr als 100 Jahre auf dem Buckel – da wundert es nicht, dass es mal einer Auffrischung bedarf: Das alte Spritzenhaus samt Schlauchturm der Feuerwehr in Höver ist in den vergangenen Wochen gründlich saniert worden. Das marode Kupferdach wurde erneuert, aber eine Sirene sitzt jetzt nicht mehr darauf. Auch das Mauerwerk wurde ausgebessert, und neue Regenrinnen wurden montiert. In diesen Tagen setzten Mitarbeiter der örtlichen Tischlerei Paternoga neue Türen und Fenster inklusive Klappen ein. „Das Objekt wird ein vorzeigbares Denkmal bleiben“, sagt Jürgen Kollecker vom Realverband erfreut, der das Gebäude vor einigen Jahren von der Stadt übernommen hat.

Turm stammt aus dem Jahr 1912

Carsten Domarus von der Tischlerei Paternoga setzt ein neues Fenster in das alte Spritzenhaus in Höver ein. Quelle: Thomas Böger

Gebaut wurde es 1912, berichtet Kollecker, der sich intensiv mit der Geschichte des 1988 unter Denkmalschutz gestellten Hauses beschäftigt hat. Es stand schon damals auf einem Grundstück des Realverbandes, sodass die Übernahme nahe lag, als die Feuerwehr den Schlauchturm nicht mehr benötigte.

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Die Kosten der Sanierung belaufen sich laut Kollecker auf rund 100.000 Euro. Den größten Teil übernehmen mit jeweils 40.000 Euro die Stadt und das Amt für regionale Landesentwicklung, das sich aus dem ILEK-Topf (Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte) bedienen kann. Die Denkmalpflege steuert weitere 10.000 Euro bei. Der Rest wird von Sponsoren und dem Realverband getragen.

Noch keine Pläne für Nutzung

Für die Nutzung gebe es noch keine konkreten Pläne, sagt Kollecker. Eine Wohnung sei darin schon deshalb nicht denkbar, weil es weder Wasser- noch Abwasseranschlüsse gibt. Bei den Gesprächen mit der Denkmalschutzbehörde sei aber angedacht worden, dort eventuell Ausstellungen des Heimatbundes zu präsentieren.

Von Thomas Böger