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Sehnde Stadt plant neues soziales Zentrum im alten Bundessortenamt
Aus der Region Region Hannover Sehnde Stadt plant neues soziales Zentrum im alten Bundessortenamt
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16:29 19.03.2019
Die Stadt hat dem Rat ein Konzept zur Nutzung des ehemaligen Bundessortenamtes in Rethmar vorgestellt. Quelle: Katja Eggers (Archiv)
Rethmar

 In das ehemalige Bundessortenamt an der Hauptstraße in Rethmar soll in Zukunft deutlich mehr Leben einziehen: Der Rat hat mit großer Mehrheit beschlossen, die Gebäude von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu kaufen und zu einem sozialen Zentrum auszubauen. Der reine Kaufpreis beträgt derzeit 1,35 Millionen Euro, kann sich aber je nach Nutzung noch verringern.

Die Stadt hat dafür jetzt ein vorläufiges Konzept vorgelegt, das erhebliche Umbauarbeiten vorsieht. So soll das Areal zum einen weiter als Sammelunterkunft für Flüchtlinge genutzt, dort künftig aber auch eine Kindertagesstätte, Sozialwohnungen sowie die Sehnder Tafel und die AWO-Stöberkiste untergebracht werden.

In Haus 3 entsteht Beratungsstützpunkt

Auf dem fast 10.000 Quadratmeter großen Grundstück stehen vier Gebäude aus den Fünfzigerjahren. Dort sind in Wohnungen Flüchtlinge, der Treffpunkt „Vielfalt“ des Vereins Flüchtlingshilfe Sehnde sowie eine Fahrrad- und eine Holzwerkstatt untergebracht. Zudem gibt es 30 Parkplätze und vier Garagen. Diese Nutzungen sollen auch beibehalten werden. In Haus 3 soll ein Stützpunkt entstehen, in dem das bisherige Beratungsangebot der Flüchtlingshilfe und Diakonie durch die städtische Flüchtlingssozialarbeit und weitere Träger ergänzt wird. Die Wohnräume im Obergeschoss sollen bei Bedarf geflüchteten Frauen und Familien für maximal zehn Personen zur Verfügung stehen.

Dagegen sollen die ehemaligen Sozialräume in Haus 2 als Wohnraum für männliche Asylsuchende genutzt werden. So lange es die Flüchtlingszahlen zulassen, sollen die Zimmer jeweils mit nur einer Person belegt werden. Von der Bauaufsicht ist eine Unterbringung von bis zu 18 Personen bereits genehmigt. Zusätzlich gibt es eine Ausbaureserve im Obergeschoss, wo weitere Zimmer für bis zu 16 Personen möglich wären. Die Kosten für die Umbauten sind aber noch nicht berechnet worden.

Kindertagesstätte mit vier Gruppen geplant

In Haus 1 schließlich soll eine Kindertagesstätte mit zwei Krippen- und zwei Kitagruppen entstehen, um den Bedarf aus dem geplanten Neubaugebiet Rethmar-West, aber auch aus dem restlichen Stadtgebiet abzudecken. Im Keller könnte sich die Stadt vorstellen, die ehemalige Kantine als Bewegungsraum für die Kita und für die Schulsozialarbeit zu nutzen. Für das Projekt „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ würden ein Büro für zwei Sozialarbeiter, eine Kochgelegenheit sowie ein Gruppenraum für zehn bis 15 Personen benötigt.

Die im Keller bereits bestehende Küche könnte weiterhin als solche und die verbleibenden Räume als Lager- und Technikräume für die Kita genutzt werden. Darüber hinaus könnten alle Etagen durch den Einbau eines Aufzuges im Treppenaufgang barrierefrei gemacht werden – den finanziellen Aufwand dafür hat die Stadt aber noch nicht kalkuliert. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke wies in der Ratssitzung deshalb ausdrücklich darauf hin, dass das Nutzungskonzept vorläufig sei und Anpassungen möglich seien: „Es ist noch nichts in Stein gemeißelt.“

Sehnder Tafel und Kleiderkammer in Mehrzweckhalle

Dann gibt es schließlich noch die Mehrzweckhalle des Bundessortenamts, die den westlichen Ortseingang Rethmars prägt. Dort könnten nach Vorstellung der Verwaltung künftig die Sehnder Tafel des Civitan Clubs im Erdgeschoss und die Stöberkiste mit Herz (ehemalige AWO-Kleiderkammer) im Obergeschoss zusammengeführt werden, die bislang noch auf dem ehemaligen Avacon-Gelände an der B 65 untergebracht sind. Dort gibt es auch einen Aufzug, der jedoch noch nachgerüstet werden müsste.

Auch über eine Nutzung für das Stadtarchiv denkt die Stadt nach. Die rund 1400 Quadratmeter der Halle, die nicht mehr benötigt würden, sollen dann für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden. Das würde auch den Kaufpreis reduzieren: Für jede Sozialwohnung wäre ein Preisnachlass von 25.000 Euro möglich.

Von Oliver Kühn

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