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Sehnde Sehnde: Stadt schließt Vertrag über Assewasser
Aus der Region Region Hannover Sehnde Sehnde: Stadt schließt Vertrag über Assewasser
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00:18 06.09.2018
Das stillgelegte Bergwerk an der Bismarckstraße soll auch mit Assewasser geflutet werden. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
Sehnde

Die Entwicklung über die geplante Einleitung von Assewasser in das stillgelegte Bergwerk Bergmannssegen-Hugo geht einen Schritt weiter. Als nächstes soll eine privatrechtliche Vereinbarung zwischen dem Betreiber K+S, der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und der Stadt geschlossen werden. Das hat Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke in der jüngsten Ratssitzung angekündigt. In dem Vertrag geht es vor allem um die Kontrolle der Proben des Assewassers beim Transport und die Übernahme der Kosten durch die BGE. Termin dafür werde voraussichtlich im November sein.

Die BGE hat immer wieder betont, dass das Assewasser „radiologisch unbedenklich“ sei und unter den Grenzwerten für Trinkwasser liege. Das wird von der Sehnder Bürgerinitiative Assewasser – Nein Danke infrage gestellt, weil dabei zu wenige der Nuklide im Wasser gemessen würden. Dagegen hat die Wolfenbütteler AtomAusstiegsGruppe (WAAG) nun darauf hingewiesen, dass selbst bei der städtischen Energieversorgung Sehnde der Atomstromanteil gut 25 Prozent betrage. Dies habe man der Stadt und den Ratsmitglieder bereits im März geschrieben, aber von keiner Seite eine Rückmeldung erhalten. „Dass sie damit weiteren Atommüll verursachen, scheint weder die BI noch die Kommunalpolitiker zu interessieren“, sagt Sprecherin Eleonore Bischoff. „Wären Sie bereit, den von ihnen verursachten Müll auf ihrem Stadtgebiet zu lagern?“, fragt Bischoff. Die Diskussion solle deshalb auf Basis von Fakten und nicht auf Basis der Herkunft geführt werden.

Sie könne die Bedenken in Sehnde zwar verstehen, denn nur zu oft seien die Bürger von Politikern und Behörden mit „Lug und Trug“ konfrontiert worden. Doch es sei genauso ein Problem, wenn die radiologisch unbelastete Lauge – davon gehe die WAAG aus – keinen Abnehmer finde. Das könnte zum Abbruch der Bergung und zum Absaufen der Schachtanlage Asse II und damit langfristig zu einer „radioaktiven und chemotoxischen Verseuchung weiter Teile Norddeutschlands“ führen.

Von Oliver Kühn

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